Montag, 2. März 2009

Salzburg lässt keine Zweifel aufkommen:
Weg zum Titel führt allein über die Bullen

  • Torschütze Zickler warnt vor voreiliger Sicherheit
  • Sieg im Nachtragsmatch brächte 10-Punkte-Führung

Red Bull Salzburg lässt kaum Zweifel aufkommen, wie Ende Mai Österreichs Fußball-Meister 2009 heißen wird. Nach dem 3:0 in Linz gegen den LASK beträgt der Vorsprung auf Titelverteidiger Rapid wieder sieben Punkte, mit einem Erfolg im Nachtragsmatch am Mittwoch (auswärts gegen Austria Kärnten) könnte der Titelfavorit das Guthaben sogar auf zehn Zähler ausbauen.

Auch ohne den gesperrten "Bomber" Marc Janko (31 Tore) traf Salzburg dreimal ins LASK-Tor und hält damit im Schnitt bei 2,7 Treffern pro Liga-Partie. Alexander Zickler sorgte mit seinem vierten Saisontreffer - unter großer Mithilfe vom schwachen LASK-Goalie Silvije Cavlina - für das frühe 1:0 (6.). "Das war ein Wink für die anderen Mannschaften, dass auch andere Spieler als Janko Tore schießen können", meinte der Deutsche, der angesichts des großen Vorsprungs auf die Konkurrenz vor Nachlässigkeiten warnte.

"Wir haben noch ein paar Spiele und sind noch lange nicht Meister. Wir müssen weiter unsere Leistungen bringen, dafür wird der Trainer sorgen. Sobald einer glaubt, es geht auch mit 50 Prozent, wird er auf der Bank sitzen. Und das wissen die Spieler auch", stellte Zickler klar. Die beiden weiteren Treffer legte erst im Finish der Partie Somen Tchoyi nach (89., 91.). "Diese beiden Tore waren gut für Salzburg und gut für mich", freute sich der Kameruner, der im Herbst nach einem Verkehrsunfall mit 0,94 Promille Alkohol Fahrerflucht begangen hatte.

Nächster Schritt in Klagenfurt
Von Coach Co Adriaanse ("Der Sieg war nicht so einfach wie das Ergebnis ausschaut") gab es Sonderlob für Tchoyi: "Das waren zwei Superaktionen von ihm." Adriaanse richtete seinen Fokus sofort auf die nächste Auswärtspartie am Mittwoch in Klagenfurt und zeigte sich optimistisch. "Wir wissen schon sehr lange, dass wir auch auswärts gut spielen und gewinnen können. Das wollen wir auch in Klagenfurt wieder beweisen."

Beim LASK konnte auch Heimkehrer Roman Wallner die Niederlage nicht verhindern. Dennoch meinte der ehemalige ÖFB-Teamstürmer: "Es war wieder schön, in Österreich zu spielen, ich bin auch sehr nett empfangen worden. Leider hat es mit dem durchaus möglichen Unentschieden nicht geklappt." Wallner hatte wegen Oberschenkelproblemen kaum mit der Mannschaft trainiert, seine erste Einheit mit dem Team hatte er erst am Samstag absolviert. Deshalb hatte Trainer Klaus Lindenberger seinen neuen Mann auch erst in der 61. Minute eingewechselt.

(apa/red)

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2.3.2009 16:15