Montag, 2. März 2009

Jetzt sollte nichts mehr schief gehen:
Vonn hat die große Kugel fast schon sicher

  • Sechs Bewerbe vor Schluss 391 Punkte Vorsprung
  • Für Vonn ist das Niveau im Weltcup nicht gesunken

Die US-Amerikanerin Lindsey Vonn ist nach dem Ski-Weltcup-Wochenende in Bulgarien der neuerliche Sieg in der Gesamtwertung kaum mehr zu nehmen. Sechs Bewerbe vor Schluss liegt die Titelverteidigerin aus den USA 391 Punkte vor ihrer ersten Verfolgerin Maria Riesch. Dennoch will die 24-Jährige auch in den zwei verbleibenden Weltcup-Stationen Ofterschwang und Aare weiter voll auf Angriff fahren.

"Es schaut wirklich gut aus, ich habe fast 400 Punkte Vorsprung. Aber das ist für mich kein Grund, nur mehr auf Verwalten des Guthabens zu fahren. Ich liebe es zu attackieren und zu gewinnen", versicherte Vonn. Ihr Sieg am Sonntag im Super-G war der 20. im Weltcup und der bereits siebente im laufenden Winter.

Dass die langjährige Weltcup-Dominatorin Janica Kostelic einmal mehr das Niveau im Damen-Weltcup infrage gestellt haben soll, konnte Vonn nicht nachvollziehen. "Da stimme ich ihr nicht zu. Nach ihrem Rücktritt ist das Niveau nicht schlechter geworden, es gibt zahlreiche sehr gute Skifahrerinnen."

Suter führt im Super-G-Weltcup
Eine davon ist zum Beispiel Fabienne Suter, die in Bansko die Ränge 1, 3 und 2 erreicht hat. "Dieses Wochenende war einfach traumhaft, das hat alle Erwartungen bei weitem übertroffen", jubelte Suter, die vor dem letzten Saisonrennen im Super-G-Weltcup 15 Punkte vor Vonn und 40 vor Nadia Fanchini (ITA) führt.

Österreichs Beste in Bansko war Andrea Fischbacher, die in der Abfahrt sogar für einen rot-weiß-roten Sieg gesorgt hat. Nun will die Salzburgerin hinter der nicht mehr einzuholenden Vonn Rang zwei im Abfahrts-Weltcup erobern. "Die Beine sind noch nicht müde, ich fühle mich fit und gut in Form", versicherte Fischbacher, die derzeit in zehn Punkte hinter der Zweiten Dominique Gisin (SUI) liegt.

Mit Super-G-Rang neun zum ersten Mal in ihrer Karriere in die Top Ten eines Weltcup-Rennens geschafft hat es Regina Mader. "Das ist sensationell. Ich bin sehr glücklich und hoffe, dass mir damit der Knopf aufgegangen ist", erklärte die Tirolerin.
(apa/red)

2.3.2009 12:06