Showdown der Herren im Hohen Norden:
Weltcuptross zieht ins norwegische Kvitfjell
- Zwei Abfahrtsläufe und ein Super-G am Programm
- Raich zwei Punkte hinter Kostelic, Cuche mit Chancen

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Die alpinen Ski-Herren haben der Weltcup-Station in Kranjska Gora den Rücken zugekehrt und reisen nach Kvitfjell (Norwegen), wo zwei Abfahrten und ein Super-G in Szene gehen, ehe die Finalwoche in Aare (Schweden) anbricht. Die Spannung im Kampf um die Große Kristallkugel ist weiter aufrecht, gut möglich, dass am Ende der Schweizer Didier Cuche ganz oben stehen wird, der als einziger der aktuellen Top-Fünf während des Saisonverlaufes nie von der Spitze lächelte.
Drei Abfahrten, zwei Super-G, ein Riesentorlauf und ein Slalom stehen noch auf dem Programm, aus dem aussichtreichen Quintett Ivica Kostelic (CRO/837 Punkte), Benjamin Raich (AUT/835), Jean-Baptiste Grange (FRA/777), Aksel Lund Svindal (NOR/751) und Didier Cuche (SUI/727) werden daher Cuche und Svindal die besten Chancen eingeräumt. Doch der Pitztaler Raich will dagegenhalten und wird in Kvitfjell auch die Abfahrten bestreiten, im Super-G ist ihm ohnehin jederzeit ein Spitzenresultat zuzutrauen.
Der 31-Jährige nimmt nur zwei Punkte Rückstand und das gute Gefühl des vierten Platzes im Slalom in Kranjska Gora mit zum Showdown in den Hohen Norden, in den Abfahrten darf er auf Schützenhilfe seines Atomic-Markenkollegen Michael Walchhofer hoffen, der auf die Spezialwertung losgeht. Als letzte Abfahrt hat Raich jene in Kitzbühel bestritten und dort den sehr guten zwölften Platz belegt, bei der WM in Val d'Isere schied er in der Abfahrt der Super-Kombination aus.
Erstmals seit dem schrecklichen Unfall von Matthias Lanzinger macht der Weltcup wieder in Kvitfjell Station. Vor einem Jahr war der Salzburger im Super-G bei einem Sturz so schwer verletzt worden, dass ihm der linke Unterschenkel amputiert werden hatte müssen. Lanzinger, der in diesem Winter als TV-Experte für den ORF im Weltcup unterwegs ist, wird nach Norwegen reisen. Der 28-Jährige hat im Jänner im Rahmen der Hahnenkammrennen auf der Streif erstmals wieder auf Skiern gestanden und dies mit den Worten "Das war der letzte Schritt zurück ins alte Leben" kommentiert.
(apa/red)
