Jürgen Melzer gibt es noch aus der Hand:
Niederlage gegen Philipp Kohlschreiber
- Melzer gibt Zwei-Satz-Führung noch aus der Hand
- Koubek brachte Österreich vs. Schüttler in Führung

Das österreichische Davis-Cup-Team hält im Erstrunden-Duell der Tennis-Weltgruppe in Garmisch-Partenkirchen mit Deutschland nach dem ersten Tag bei einem 1:1. Allerdings hat Jürgen Melzer eine große Möglichkeit auf eine 2:0-Führung vergeben. Er unterlag Philipp Kohlschreiber nach einem 2:0 in fünf Sätzen. Davor hatte Stefan Koubek gegen Rainer Schüttler in vier Sätzen gewonnen.
Melzer hatte mit der durch Koubek herausgespielten 1:0-Führung im Rücken gegen Kohlschreiber stark begonnen. Den Tiebreak des ersten Satzes entschied er nach 0:3-Rückstand 7:4 für sich, in Durchgang zwei ließ sich der 27-Jährige einen Break-Vorsprung nicht mehr nehmen und servierte mit drei Assen aus. Als er in Satz drei bei einer 4:2-Führung zwei Break-Chancen vorfand, schien sein zweiter Sieg gegen Kohlschreiber schon in der Tasche.
Melzer vergibt zahlreiche Breakchancen
Der Augsburger stellte aber auf 3:4 und profitierte im nächsten Game von einer offensichtlichen Referee-Fehlentscheidung, denn Melzer wurde ein auf der Linie gelandetes Service out gegeben. Der damit besiegelte Doppelfehler brachte das 4:4, Melzer aus der Fassung und auch um den Satz. Danach fing sich der Deutsch Wagramer zwar allmählich wieder, doch vergab er vier Breakchancen, Kohlschreiber nutzte hingegen seinen fünften zum 2:2.
In der Entscheidung stellte der Lokalmatador mit einem Break zum 1:0 rasch die Weichen zum Sieg. Melzer hatte noch zweimal die Chance, zurückzuschlagen, musste sich dem 25-Jährigen aber doch nach 3:56 Stunden beugen. "Ich war nur einen Punkt vom Sieg entfernt", sprach Melzer seine Chance auf das 5:2 im dritten Satz an.
Garmisch soll Cordoba werden
Koubek hatte bei seinem 6:4,7:5,5:7,6:2 gegen Schüttler einen großen Schritt auf seinem Weg zurück gemacht, nachdem er 2008 ein halbes Jahr lang mit Bandscheibenproblemen außer Gefecht gewesen war. Koubek dachte danach schon an den ersten Sieg gegen Deutschland im fünften Vergleich: "Wenn wir gewinnen, redet die nächsten 30 Jahre jeder von Garmisch, nicht mehr von Cordoba."
(apa/red)
