Montag, 2. März 2009

Am Freitag geht es gegen Deutschland:
Neuauflage des klassichen Davis-Cup-Duells

  • ÖTV-Nummer-Eins Jürgen Melzer zeigt Zuversicht
  • Head-to-Head gegen Nicolas Kiefer steht aber 0:7

Jürgen Melzer hat es als Österreichs Tennis-Nummer eins von Freitag bis Sonntag im Davis-Cup-Duell mit Deutschland in Garmisch-Partenkirchen in der Hand, für ein kräftiges Ausrufzeichen zu sorgen. Geht es nach Plan, wird der 27-Jährige wieder einmal an allen drei Spieltagen auf dem Court stehen, ein Triumph gegen die Deutschen würde aber wohl für mehr Aufmerksamkeit sorgen als jeder andere Erfolg.

Melzer sieht sich für diese Herausforderung bereit, auch wenn er zuletzt im Einzel drei Auftakt-Niederlagen in Folge bezogen hat bzw. seit 22. Jänner auf einen Sieg wartet. Und mehr als sechs Wochen später könnte es für den Weltranglisten-32. besonders ungünstig kommen, nämlich bei einem Match gegen Deutschlands Routinier Nicolas Kiefer. Gegen ihn hat Melzer im Head-to-Head ein 0:7 stehen.

"Ich bin zuversichtlich", meinte der Deutsch Wagramer dennoch gegenüber der APA. "Im Davis Cup habe ich immer gut gespielt. Gegen Kiefer ist die Bilanz zwar nicht gut, aber oft war es im dritten Satz sehr eng." Sein Erfolgsrezept hat er sich schon zurecht gelegt, um diesmal die "big points" doch zu machen: "Ich muss mich nur auf mich konzentrieren."

Doppel sollte gewinnen
Das gilt natürlich nicht für das Doppel an der Seite von Julian Knowle, für das Melzer sehr optimistisch ist. "Das ist ein Match, das wir im Davis Cup eigentlich gewinnen sollten." Nach vier Auftaktniederlagen mit Knowle bei allerdings meist gutem Spiel ist er in Rotterdam immerhin mit dem Tschechen Tomas Berdych ins Halbfinale gekommen und hat in Dubai mit Knowle die topgesetzte kanadisch-serbische Paarung Daniel Nestor/Nenad Zimonjic ausgeschaltet.

ÖTV-Kapitän Gilbert Schaller wurde von Melzer nach dem 3:2-Sieg im vergangenen September in Wimbledon gegen England eine Plus-/Minus-Liste überreicht. Melzer: "Nach zehn Davis-Cup-Jahren macht man sich eben Gedanken. Da gibt es viele Dinge, die einem taugen und weniger taugen - negative und positive Punkte." Was auf seiner Liste stand, will Melzer nicht näher ausführen. "Das sollte intern bleiben." Schaller jedenfalls schätzt die Initiative Melzers. "Das war eine Super-Geschichte", meinte der Steirer. "Das zeigt, wie stark sich die Spieler mit dem Davis Cup identifizieren."
(apa/red)

2.3.2009 11:03