Sarkozy unterstützt Faymanns Vorhaben:
Osteuropapaket als Hauptthema bei Besuch
- Bundeskanzler bittet um französische Unterstützung
- Atomenergie und Bankgeheimnis als Streitthemen

Bundeskanzler Faymann und der französische Präsident Sarkozy sind sich einig in der Ansicht, dass angesichts der Wirtschaftskrise auf europäischer Ebene "gemeinsame Taten gesetzt werden" müssen. Dies betonte Faymann in Paris im Gespräch mit Journalisten, nachdem er von Sarkozy im Elysee-Palast empfangen worden war.
Zu dem Zweck wollen Paris und Wien zusammenarbeiten, um in Hinblick auf den nächsten EU-Rat eine "möglichst konkrete Erklärung in Hinblick auf die zu ergreifenden Maßnahmen auszuarbeiten". "Die EU darf nicht in zwei Teile zerfallen", sagte Faymann und betonte die Notwendigkeit, die Unterstützungsmaßnahmen nicht allein auf die Eurozone zu beschränken.
Österreich auf Seite der Aktivität
Sarkozy hat nach den Angaben des Bundeskanzlers weiter betont, dass er "großen Wert auf die Unterstützung Österreichs" lege und das Gefühl habe, "dass Österreich auf der Seite der Aktivität" stehe. Man müsse sich aus der reinen Debatte bei den EU-Gipfeln befreien und konkrete Taten setzen, meinte der französische Präsident, der weiters betonte, dass "gemeinsame Aktionen besser als Aktionen der Nationalstaaten" seien.
"Wir waren gemeinsam der Ansicht, dass innerhalb und außerhalb der Eurozone mehr getan werden muss", sagte Faymann, der sich zugunsten eines Pakets für Osteuropa ausgesprochen hatte, das die Konjunktur in den neuen Unionsländern stabilisieren soll. "Die Eurozone muss stabil sein, aber das bedeutet nicht, dass man die Menschen außerhalb der Eurozone vergisst", sagte der Sozialdemokrat.
Sarkozy sagte im Gespräch mit Faymann weiter, dass zwischen Paris und Wien zwar Uneinigkeiten in Bezug auf die Atomenergie bestünden, dass man allerdings einen "gemeinsamen Erfolg" zum Verbot des Genmais-Anbaus erreicht habe. Kein Thema war bei der Aussprache nach Angaben des Bundeskanzlers das Bankgeheimnis in Österreich.
(apa/red)
Fall Heidrun Wastl13:58
Die irre BeichteTatverdächtiger Erich W. spricht von Unfall - "Ich habe sie vermutlich getroffen"
Anders Behring Breivik19:11
War er Einzeltäter?Norwegens Polizei ist sicher, dass der Attentäter die Anschläge allein ausgeführt hat
