Schwierige Suche am Kölner Unglücksort:
War Abpumpen des Grundwassers schuld?
- Hohlräume duch großangelegte Abpumpvorgänge?
- Spürhunde suchen nach eventuellen Verschütteten

Die Ursache des Häusereinsturzes in Köln könnte einem Zeitungsbericht zufolge mit dem Abpumpen des Grundwassers in dem U-Bahn-Schacht zusammenhängen. Der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtet, die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) und die Baufirmen hätten seit längerem von ernsten Problemen bei der Grundwasser-Ableitung an der Baustelle gewusst.
In einem von drei für den Bauabschnitt angelegten Brunnen ließ sich demnach der Wasserspiegel trotz größter Bemühungen nicht senken. Es handle sich um den Brunnen, der dem eingestürzten Stadtarchiv am nächsten liege, heißt es in dem Bericht. Weil der Wasserspiegel trotz des Dauereinsatzes leistungsstarker Pumpen nicht zurückgegangen sei, habe man im vorigen Jahr eine Fachfirma aus Süddeutschland zu Rate gezogen. Doch auch deren Experten hätten keine Erklärung und keine fachlichen Mängel an der Bauausführung gefunden.
Laut "Kölner Stadt-Anzeiger" könnte das ständige Abpumpen des Grundwassers mit großer Leistung Sand und andere Erdteilchen weggeschwemmt haben. So könnten sich Hohlräume gebildet haben, die sich nach und nach vergrößert haben.
Die KVB wollte dem Bericht zufolge mit Verweis auf die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen keine Stellungnahme abgeben.
Spürhunde im Einsatz
Mit Spürhunden sucht die Kölner Feuerwehr an der Stelle des eingestürzten Stadtarchivs seit Freitagabend nach zwei vermissten jungen Männern. Alle 15 Minuten würden die Hunde ausgetauscht, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. "Bisher hat noch kein Hund angeschlagen." Insgesamt sei die Feuerwehr mit 220 Leuten präsent, direkt am Trümmerkrater stünden etwa 20. Die Suche sei nicht ungefährlich, da die Trümmer teilweise instabil seien. So habe sich einmal ein Gebäudeteil bewegt, woraufhin die Suche kurzzeitig unterbrochen worden sei.
Es wird vermutet, dass beim Einsturz des Archivgebäudes am Dienstag zwei junge Männer verschüttet worden sind. Sie hielten sich in Dachgeschosswohnungen in einem ebenfalls zusammengebrochenen Nachbarhaus auf.
(apa/red)
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