Verzichtet Obama auf Raketenschild? US- Präsident bietet Moskau Zusammenarbeit an
- Russland soll USA im Atomstreit mit Iran unterstützen
- Angebot erst bei Ende der iranischen Bedrohung gültig

US-Präsident Barack Obama unterbreitet Russland das Angebot, bei einer Zusammenarbeit im Atomstreit mit dem Iran auf den US-Raketenschild in Osteuropa zu verzichten. Das berichtete die "New York Times". Dieser Vorschlag soll bereits Russlands Präsident Medwedew übergeben worden sein. Medwedew soll Obama bei den Bemühungen unterstützen, den Iran von der Entwicklung atomarer Sprengköpfe und Raketen abzuhalten.
Die Regierung des früheren US-Präsidenten Bush hatte die Errichtung einer Radaranlage in Tschechien und die Stationierung von Abfangraketen in Polen vorangetrieben. Entsprechende Verträge zwischen den USA und den beiden osteuropäischen Ländern sind bereits geschlossen. Die USA hatten das Vorhaben mit einer Bedrohung durch Langstreckenraketen aus Ländern wie dem Iran begründet. Russland sieht die Pläne jedoch als Bedrohung für seine Sicherheit an.
Das Angebot der US-Regierung an Moskau gelte erst bei einem Ende der Bedrohung durch den Iran, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf einen ranghohen Regierungsvertreter. Eine Absichtserklärung Russlands zur Hilfe bei den Verhandlungen mit der Regierung in Teheran reiche den USA nicht aus, um die Pläne für den Raketenschild zu stoppen.
(apa/red)
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