Montag, 2. März 2009

Martinz mit Dörfler am Verhandlungstisch:
"Werde sicher keinen Statisten abgeben"

  • ÖVP will möglichst "rasch zu einer Regierung finden"
  • Martinz zeigte noch vor der Wahl Berührungsängste

Entspannte Stimmung hat am Tag nach der Landtagswahl in Kärnten bei der ÖVP geherrscht. Aus dem Zugewinn von mindestens zwei Landtagsmandaten könne man "Kraft für die Zukunft Schöpfen", sagte ÖVP-Chef Josef Martinz vor Journalisten. Er kündigte den Beginn von Koalitionsverhandlungen mit dem BZÖ an. Konkrete Bedingungen, mit denen er in die Gespräche geht, nannte er allerdings nicht.

Er will möglichst "rasch zu einer Regierung finden" und eine "stabile Koalition" eingehen. Ein Verhandlungsergebnis sei aber nur zu erwarten, "wenn der Partner wirklich eine Partnerschaft will." Martinz: "Ich werde sicher keinen Statisten abgeben."

Zuerst "abtasten"
Zuerst würde mit den Gesprächspartnern vom BZÖ "ein Abtasten" stattfinden und das Prozedere festgelegt werden. "Wir stehen erst am Anfang von Gesprächen", sagte der ÖVP-Chef. "Wir wollen die Verhandlungen aber nicht mit Bedingungen beginnen", meinte Martinz auf die Frage, ob er die Position des Finanzlandesrat oder einen zweiten Regierungssitz vom BZÖ verlangen werde.

Berührungsängste
Hatte Martinz vor der Wahl noch Probleme mit dem oft fragwürdigen Auftritten von Landeshauptmann Gerhard Dörfler in der Öffentlichkeit, sind die Berührungsängste nach der dem Urnengang offenbar kleiner geworden. Dörflers Performance sei zwar nicht die beste gewesen. "Vielleicht ist er ja lernfähig", meinte der ÖVP-Chef.

2.3.2009 20:02