Montag, 2. März 2009

Neuorientierung nach Wahlschlappe: SPÖ zieht sich zu zweitägiger Klausur zurück

  • Rohr: "Wir gehen nicht zur Tagesordnung über"
  • Ursachen und Gründe für Wahlniederlage analysieren

Trotz des Wahldebakels bei der Kärntner Landtagswahl hält die SPÖ vorerst an ihrem Parteichef Reinhart Rohr fest. Über eine neue Orientierung will die Partei bei einer Klausur des erweiterten Präsidiums am kommenden Wochenende diskutieren. Die ÖVP kündigte indes Verhandlungen mit dem BZÖ an. Deren Parteichef Uwe Scheuch wünschte sich indes eine Regierungsbildung bis Ostern.

Er wolle das Schiff auf Kurs halten, sagte Rohr nach der Sitzung des SPÖ-Präsidiums. Geplant sei allerdings, die Partei inhaltlich, organisatorisch und personell neu ausrichten, erklärte der SPÖ-Chef. Ob Rohr auch nach der Klausur als Parteichef unbestritten bleibt, ist aber fraglich. Parteiinterne Kritik gab es auch an beiden Geschäftsführer Gerald Passegger und Andreas Krassnitzer.

Ursachenanalyse
Die Ursachen und Gründe für die Wahlniederlage müssten noch genau diskutiert und analysiert werden. "Es stellt sich aber die Frage, ob die pietätvolle Wahlbewegung der richtige Weg war", meinte Rohr in Hinblick auf den Umgang der SPÖ mit dem Ableben von Landeshauptmann Jörg Haider. Möglicherweise wäre "mehr Angriff" nötig gewesen. Angebote zu etwaigen Koalitionsgesprächen will Rohr aber nicht ablehnen. "Wir werden Möglichkeiten zu Gesprächen nutzen", meinte der Parteichef.

(apa/red)

2.3.2009 19:52