Hoffnungsschimmer für Kärntner Grüne:
Einzug in Landtag mit Wahlkarten möglich
- Mandat von BZÖ und ÖVP wandern zu den Grünen
- Expertenprognosen stimmen in dieser Frage überein

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Die Wahlkarten und Briefstimmen dürften das Wahlergebnis der Landtagswahl in Kärnten noch verändern. Laut Schätzung des Instituts für Wahl-, Sozial- und Methodenforschung werden die Grünen nach Auszählung der Wahlkarten und Briefstimmen 5,3 Prozent erreichen. Laut vorläufigem Endergebnis hat die Partei von Rolf Holub mit 4,99 Prozent den Einzug in den Landtag ja knapp verpasst. Mit 5,3 Prozent würden jedoch zwei Mandate zu den Grünen wandern - eines davon käme vom BZÖ, eines von der ÖVP.
Laut der Schätzung verliert das BZÖ durch die Wahlkartenstimmen leicht von 45,48 auf 44,9 Prozent, das Ergebnis der SPÖ geht von 28,59 auf 28,4 Prozent zurück. Die ÖVP gewinnt dank Wahlkarten 0,4 Prozentpunkte (von 16,5 auf 16,9 Prozent). Die Grünen sind mit den 5,3 Prozent doch im Landtag vertreten. Nichts ändert sich demnach an den 3,79 Prozent für die FPÖ, die damit den Einzug ins Landesparlament klar verpasst.
BZÖ und ÖVP verlieren Mandat
Für die Mandatverteilung bedeutet dies 17 Sitze für das BZÖ und elf Sitze für die SPÖ. Die ÖVP verliert wie das BZÖ ein Mandat an die Grünen und kommt auf sechs Sitze, die Grünen selbst halten bei zwei Mandaten.
Ein ähnliches Bild zeichnet die Wahlkarten-Prognose des Meinungsforschungsinstituts SORA: Demnach kommen die Grünen auf 5,1 Prozent der Stimmen und halten dann ebenfalls bei zwei Mandaten, die auch laut dieser Schätzung vom BZÖ und der ÖVP kommen.
Insgesamt wurden in Kärnten heuer 23.661 Wahlkarten ausgestellt. Im Jahr 2004 waren es lediglich 6.181 Wahlkarten gewesen. Eine erste Auszählung der Briefwahl erfolgt am Dienstag, 3. März, die letzte Auszählung eine Woche später. Erst dann wird das definitive Ergebnis feststehen.
(apa/red)
