Schnell sieht sich als eigentlicher Sieger:
FPÖ rechnet nicht mit Teilnahme an Koalition
- Partei-Chef erwartet Diadochenkämpfe im BZÖ
- Rät der FPÖ zur Geduld: "Elivis lebt offensichtlich"

Der Salzburger FP-Chef Karl Schnell sieht sich als einzigen Sieger der Landtagswahl vom Sonntag - zu einer Regierungsbeteiligung wäre er bereit, rechnet aber nicht damit, wie Schnell sagte. Im Verhältnis zum BZÖ rät Schnell seiner Partei zu Geduld und geht nicht davon aus, dass sich die Orangen in Kärnten langfristig halten können: "Kärnten ist eine eigene Situation, Elivs lebt offensichtlich. Ich glaube aber trotzdem, dass das auf Dauer nicht gut gehen kann und dass man nur Geduld haben muss."
Die FPÖ lässt sich mit der Nachwahlbetrachtung noch Zeit und will erst "in den nächsten zwei Wochen" Präsidium und Vorstand einberufen. Zu Gesprächen über eine Regierungsbeteiligung wäre Parteichef Schnell zwar bereit, wenn ein ernsthaftes Verhandlungsangebot erfolgen sollte, glaubt aber nicht daran: "Die ÖVP hat im Wahlkampf rot-blau als den Teufel an die Wand gemalt. Da kann ich mir nicht vorstellen, dass sie ernsthaft eine Koalition mit uns eingehen wollen."
Kein Wechsel für Schnell
Für sich selbst schließt Schnell einen Wechsel in die Landesregierung aber aus, "weil ich meine Praxis nicht aufgeben werde und weil ich als Klubobmann und Landesparteiobmann sowieso die Fäden in der Hand habe". Aus der Politik verabschieden werde er sich aber nicht, versichert Schnell, der seit bald 17 Jahren an der Spitze der Salzburger FPÖ steht: "Schon gar nicht nach diesem super Erfolg."
Nicht kommentieren möchte Schnell die Möglichkeit einer Kooperation der FPÖ mit dem BZÖ ("Das ist nicht meine Entscheidung"), rät seiner Partei aber zur "Geduld". "Die Diadochenkämpfe werden sicher beginnen", glaubt der Salzburger FP-Chef und verweist auf anstehende Herausforderungen wie das große Kärntner Budgetdefizit.
(apa/red)
