Nach Kanzler war der Finanzminister dran:
Barroso trifft Pröll zu Vier-Augen-Gespräch
- Bankgeheimnis war großes Thema beim Treffen
- Vizekanzler erläuterte österreichischen Standpunkt

Das österreichische Bankgeheimnis ist Thema bei einem Treffen von Vizekanzler und Finanzminister Josef Pröll (V) mit EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso in Wien gewesen. Wie der Sprecher des Ministers, Daniel Kapp, mitteilte, erläuterte Pröll den österreichischen Standpunkt, dass Österreich bereits bei Finanzstrafverfahren kooperiere, und verteidigte den Schutz des Bankgeheimnisses hinsichtlich der österreichischen Sparer.
Auch die AUA sei angesprochen worden, sagte Kapp. Am Montag werde Pröll mit EU-Kommissar Antonio Tajani zusammentreffen, um das weitere Vorgehen der Kommission in dieser Frage zu erörtern. Die EU-Kommission hatte im Februar eine Beihilfenprüfung zum Verkauf der AUA an die Lufthansa und zur staatlichen Restrukturierungshilfe für die österreichische Airline in Form eines Schuldenerlasses von 500 Millionen Euro beschlossen.
Als weitere Themen des Vier-Augen-Gesprächs des Vizekanzlers mit dem Kommissionspräsidenten nannte der Sprecher die allgemeine Wirtschaftsentwicklung, die Transparenz auf den Finanzmärkten sowie die Gentechnik.
Am Freitag war Barroso mit Bundeskanzler Werner Faymann zusammengetroffen. Auch bei diesem Vier-Augen-Gespräch waren Wirtschaftsfragen sowie der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen erörtert worden. Der Kommissionspräsident hatte die Solidarität mit osteuropäischen Staaten angesichts der Wirtschafts- und Finanzkrise bekräftigt und hinsichtlich des Verbots von Genmais betont, dass die EU-Behörde keine prinzipielle Position in dieser Frage vertrete.
(apa/red)
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