Anklage im Fall des kleinen Luca: Nun kommt auch die Kindesmutter vor Gericht
- Wegen Vernachlässigung der Fürsorgsverpflichtung
- Luca war im November 2007 Verletzungen erlegen
·Fall Luca: Beamtin wird Prozess gemacht
Angeklagten drohen bis zu drei Jahre Gefängnis
·Urteil im Fall Luca: Lebenslängliche Haft
Qualen des Jungen 'durch keine Strafe büßbar'
Im Fall des kleinen Luca, der im November 2007 nach schweren sexuellen Misshandlungen im Alter von 17 Monaten in Wien seinen Verletzungen erlegen war, wird nun auch die Kindesmutter angeklagt. Die Tirolerin habe die "Verpflichtung zur Fürsorge des Kindes vernachlässigt" und nicht verhindert, dass der Kontakt zum bereits zur lebenslanger Haft verurteilten Ex-Lebensgefährten stattgefunden habe.
Der in Tirol angeklagten Kindesmutter des kleinen Luca drohen bei einer Verurteilung bis zu drei Jahre Haft. "Für mich war es relativ klar, dass Anklage erhoben wird. Der mediale Druck war sehr groß", erklärte Albert Heiss, Verteidiger der Tirolerin. Einen konkreten Termin für den Prozessbeginn gebe es vorerst noch nicht, allerdings werde er vor dem Sommer stattfinden.
"Das Strafverfahren ist sehr interessant", fügte der Rechtsanwalt hinzu. Zudem werde es "sehr umfangreich" sein. Vonseiten der Staatsanwaltschaft seien 17 Zeugen gefordert, bis zu zehn Zeugen werde die Verteidigung zur Anhörung bringen, teilte Heiss mit.
Die Frau habe die "Verpflichtung zur Fürsorge des Kindes vernachlässigt" und nicht verhindert, dass der Kontakt zum bereits zur lebenslanger Haft verurteilten Ex-Lebensgefährten stattgefunden habe, sagte der Verteidiger. Der aus Niederösterreich stammende Mann war bereits im September 2008 verurteilt worden. Er soll den Buben schwer sexuell missbraucht haben.
(apa/red)
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