Samstag, 7. März 2009

Schmied will sich mit den Lehrern treffen:
Gewerkschaft soll Gegenvorschläge bringen

  • Ausweitung der Stunden ist "nicht in Stein gemeißelt"
  • Gewerkschaft will Budget-Offenlegung von Schmied

Unterrichtsministerin Claudia Schmied hat die Lehrervertreter zu neuen Verhandlungen über die geplante Ausweitung der Unterrichtsverpflichtung eingeladen. Begründung: Finanzminister und ÖVP-Chef Josef Pröll habe heute "erstmals selbst klargestellt, dass es keine Budgeterhöhung geben wird", hieß es aus Schmieds Büro. Schmied erwartet daher "von der Gewerkschaft auch alternative Vorschläge".

Sollten die Vorschläge der Personalvertretung den Finanzierungsbedarf des Ressorts decken, könnte die Ausweitung der Unterrichtsverpflichtung fallen. "Uns scheint das zwar die einzig logische und richtige Maßnahme, sie ist aber nicht in Stein gemeißelt", so Schmieds Sprecher.

Durch die Strukturreformen müsse der Finanzbedarf "für die Verbesserungen unserer Schulen" von 180 Millionen Euro im Jahr 2009 und 345 Millionen Euro im Jahr 2010 abgedeckt werden können. Durch "die Verschiebung der Arbeitszeit zu den Kindern" sei dies möglich, aufgrund der Budgetvorgaben sehe sie "aus heutiger Sicht keine Alternative", so Schmied.

Der genaue Termin für das Gespräch mit den Lehrer-Vertretern soll noch festgelegt werden. "Ausgehend von der Positionierung des Finanzministers erwarte ich von der Gewerkschaft auch alternative Vorschläge, eventuell einen Maßnahmen-Mix auch im Zusammenhang mit einem neuen Dienstrecht", sagte Schmied.

Positive Reaktion der Gewerkschaft
Der Vorsitzende der Pflichtschullehrer-Gewerkschaft, Walter Riegler, hofft im Gespräch mit der APA, "dass wir diesmal einen Schritt weiterkommen". Riegler betonte, er stehe Gesprächen "immer sehr positiv gegenüber". Hilfreich wäre beim kommenden Treffen, wenn die Ministerin außer einem Bericht über die Finanznöte auch ihr Budget auf den Tisch legen würde. Noch lieber wäre es dem Personalvertreter, schon vor der Verhandlungsrunde verifizieren zu können wie das Budget aussieht, "das wäre beschleunigend, dann könnte man bei dem Treffen schon konkret etwas besprechen", so Riegler.

Am Termin für die Dienststellenversammlungen am 12. März werde das neuerliche Gespräch nichts ändern. "Im Gegenteil, das ist ja keine Demonstration, sondern eine Information, und je mehr Informationen wir erhalten, desto mehr können wir dabei weitergeben", sagte der Gewerkschafter.

(apa/red)

7.3.2009 15:42
Hyppo99999, 07. 03. '09 11:32
Solidaritätsforderungen an die Lehrerschaft
Ich frage mich, wann wir endlich hören ,dass auch die Herren und Damen "Minister" einschließlich dem Bundeskanzler finanzielle Solidarität üben und uns sagen was sie mit einem solchen Beitrag erreichen wollen - sollen!Es ist immer leicht den anderen etwas abzuverlangen. Wir alle erwarten auch von den Regierungsmitgliedern einen finanziellen Solidaritätsbeitrag, schließlich sind sie nicht unbeteiligt an der Finanzmisere. Sie alle verhandeln und gestalten in unserem Namen und sie machen es seit Jahren schlecht. Eigentlich sollte es heißen bei Nichterfolg kein Geld.
sidestep, 07. 03. '09 11:44
Re: Solidaritätsforderungen an die Lehrerschaft
Genauso ist es! Ich habe im Zuge dieser Diskussion in einem Schreiben, das ich direkt an die Ministerin gerichtet habe gefordert, sie (die Politik) möge mit gutem Beispiel vorangehen, die Abgeordneten des NR auf 100 reduzieren, den Bundesrat zur Gänze abschaffen, weil die föderalen Aufgaben von den Landeshauptleuten im Wege der mittelbaren Bundesverwaltung wahrgenommen werden könnten und die Regierung um ein Drittel zu redizieren. Ich habe nicht einmal ein Antwort erhalten. Bei allen Anderen wollen die Herrschaften sparen - nur bei sich ist das n a t ü r l i c h nicht angebracht! Mir würde für diese Herrschaften ein bestimmtes Schimpfwort einfallen. Ich versage es mir und spreche es nicht aus, obowhl es genau auf sie zutreffen würde!
enibas63, 07. 03. '09 14:04
Re: Solidaritätsforderungen an die Lehrerschaft
Super Aussage. Aber über solchen Tabus wird erst gar nicht gesprochen. Es würde schon einen schönen Batzen ausmachen, wenn die Bezüge eingestellt würden, die Politiker noch aus Jobs erhalten, die sie schon lange nicht mehr machen.
sidestep, 07. 03. '09 09:01
Bravo Lehrer und Gewerkschaft
Bravo meine Damen und Herren Lehrer/Innen und Gewerkschafter der Lehrer! Jetzt zieht Sie ihre Ankündigung, dass die Lehrer mehr arbeiten müssten oder sie trete ab kleinlaut mit der Begründung "dass diese Forderung nicht in Stein gemeiselt sei" zurück, weil ihr - die Lehrer und eure Vertretung - hart geblieben seid. Abtreten will die Sesselkleberin ja doch nicht weil 18.000 Euro im Monat kriegt man auch unter Managern in den Banken nicht so leicht. Der Schuss in den berühmten Ofen ist in ihre Hose (oder Kostüm) gegangen. Treten Sie ab Frau Schmied - es braucht Sie niemand mehr - jetzt erst recht nicht mehr!! Übrigens - ich bin kein Lehrer und auch kein Gewerkschafter sonder nur jemand, der ein schulpflichtiges Kind hat und weiß, was die Lehrer leisten.
thaddaeus1947, 06. 03. '09 16:16
Ein privileg von Kaiser Joseph II gibt man nicht gerne auf?
Wann haben Beamte zur Stützung des Staates schon etwas beigetragen? Darum sollte man nicht mit der Brechstange diesen Obolus von unseren Lehrern einfordern. Im Wandel der Zeit haben sich die Strukturen, das soziale Umfeld, sehr stark verändert.
Zu meiner Zeit war der Pfarrer, der Arzt und der Lehrer noch eine Autortät! Heute hat sich die Gewichtung ganz drastisch verschoben. Vor allem durch die Politik der Medien, gab es sukessive eine Untergrabung dieser Persönlichkeiten. Bedingt durch meine 2 Töchter hatte ich die Gelegenheit in das Wesen Schule in den 80er Jahren in Form, Neue Mittelschule, BHS und Kindergartenschule, Einblick zu gewinnen. In diesen 16 Jahren als EV muss ich ein Lob unseren Pädagogen ausstellen. Sie sind heute, mehr Erzieher als Lehrende an der Schule. A.Luttenberger
Volans, 06. 03. '09 15:52
was soll das Teil1
es gibt nichts einfacheres als in schwierigeren zeiten der bevölkerung ein feinbild zu präsentieren. so ist auch das dritte reich vorgegangen das feindbild JUDE wurde generiert und alle leichtgeister haben mitgemacht. es sollte hier eigentlich um die kinder, deren ausbildung, zukunft und leben gehen. ich als nichtlehrer, jedoch gatte einer lehrerin beäuge das von jeder seite. egal wie man die sache dreht und wendet, bei richtiger information und verstehen, würden eine vielzahl der leute hier anders denken. seit einigen tagen wird meine frau auch von eltern angefeindet, heute sogar beim einkaufen sehr negativ angesprochen. diese aufwiegeln und mobbing sollte endlich ein ende haben.
hary1965, 06. 03. '09 16:02
Re: was soll das Teil1
Zu solchen Leuten die mehr Arbeit für Lehrer die wie jeder weiß zu lange verwöhnt mit NS Verbrechen zu vergleichen, kann man sagen gehören in eine Therapie
Volans, 06. 03. '09 16:39
Re: was soll das Teil1
@hary1965

hast recht, ein vielleicht nicht ganz glücklicher vergleich.

eine therapie brauche ich noch nicht.. jedoch eine gewisse bevölkerungsschicht von österreich ein feindbild....

LG. VOLANS
enibas63, 06. 03. '09 17:56
Re: was soll das Teil1
Ich finde den Vergleich sogar sehr treffend. Man sieht an den Kommentaren hier und bei anderen Zeitschriften, wie einfach es ist, der breiten Masse zu vermitteln, dass es für all das einen Sündenbock gibt, und alle Aggressionen schäumen über. Da braucht es nur allen noch ein bisschen schlechter zu gehen und die richtige Propagandamaschinerie dahinterstehen und alles kann sich wiederholen. Auch eine Kollegin von mir wurde schon beim Einkaufen beschimpft und regelrecht bedroht.
Volans, 06. 03. '09 15:51
was soll das ??? TEIL2
Leute, denkt einmal nach und sammelt die fakten und dann sollte jeder der zu klaren gedanken fähig ist, das eigentliche problem sehen. die frau minister hat durch ungeschicktes agieren viel geld verbraten und kommt jetzt einfach nicht mehr mit dem geld aus. jeder manager würde in einem privatunternehmen den hut nehmen müssen, wenn so eine arbeitsleistung abgegeben wird. selbst die kommunikation mit den lehrern sowie die art und weise wie die frau minister das dem einfachen volk verkauft hat, macht sie rücktrittsreif. auf böse und unqualifizierte messages warte ich schon gespannt, vielleicht ist dann eine vernünftige diskussion möglich, ein versuch wäre es wert.
hanfthaler, 06. 03. '09 15:58
Re: was soll das ??? TEIL2
die lehrer brauchen doch nur 2 tage länger arbeiten und alles ist ok also was solldein blödsinn
Volans, 06. 03. '09 16:43
Re: was soll das ??? TEIL2
jajajaj HANFTALER.... schon gut.... setze dich in ein eck und warte bis der anfall vorbei ist! es geht ja nicht nur um die 2 tage oder 2 stunden, sondern um viel mehr, aber dies zu erfassen, dürfte dir schwer fallen.... da immer dieselben kommentare von dir kommen!
klaudiashit, 06. 03. '09 17:19
Re: was soll das ??? TEIL2
hanfthaler - wie lange willst du uns denn noch mit deinen stumpfsinnigen Kommentaren belästigen?? Geh spazieren mit deim Hunderl dann kriegst a warmes Herzerl....
enibas63, 06. 03. '09 17:51
Re: was soll das ??? TEIL2
Ihr wollts doch nicht allen Ernstes hier sagen, dass so ein Mensch einen Hund hat? Das arme Tier.
klaudiashit, 06. 03. '09 18:14
Re: was soll das ??? TEIL2
Der hat bestimmt nen deutschen Schäferhund.."Schau Hasso ein Lehrer.. Fass Hasso fass..."
enibas63, 07. 03. '09 07:04
Re: was soll das ??? TEIL2
@klaudiashit: Hihi. Nee, aber eigentlich hab ich gemeint, dass so ein Mensch gar keinen Hund haben sollte zu Gunsten des Hundes. Bin nämlich Hundeliebhaber.
gerbera, 06. 03. '09 18:11
Re: Re: Ferien einarbeiten
an sidestep.
Ich bin auch in einem pädagischen Beruf und kann mir auch nicht meinen Urlaub aussuchen . Selber Besserwisser!!!!
gerbera, 06. 03. '09 10:20
Ferien einarbeiten
Lehrer sollten auch wie "normale" Angestellte/Arbeiter nur 5 bzw. 6 Wochen Urlaub haben. Den Rest einarbeiten dann kommen mehr als 2 Stunden pro Woche dazu. Es ist nicht einzusehen wurm Lehrer mehr Urlaub haben sollten als ein "normaler".
9 Wochen Sommerferien, 14 Tage Winterferien, fast 14 Tage Osterferien, 1 Woche Semsterferien, Pfingstferien, 5 bis 6 Tage Fenstertage, Direktorstag in manchen Schulen.
Stundenvorbereitungen schön und gut aber für jede 50 Minuten, die als 1 Stunde gerechnet wird 1 Stunde Vorbereitungs- und Nachbereitungszeit ist übertrieben
Pe71zi, 06. 03. '09 11:06
Re: Ferien einarbeiten
Noch einmal:
Wir bekommen nur 10 Monate bezahlt, das Geld wird aus versicherungstechischen Gründen auf 12 Monate verteilt ausbezahlt!!!!
Ich kann da nicht für alle Lehrer sprechen, aber ich als Junglehrer brauche für meine Vorbereitung definitiv sogar mehr als eine Stunde!! Wenn man´s noch nie gemacht hat, kann man da auch nicht mitreden! Ich kann ihnen gerne ein Protokoll über meine Arbeitszeiten schicken!
NAtürlich gibt es wie in jedem anderen Beruf auch schwarze Schafe, aber bitte verurteilen Sie nicht alle Lehrer! Ich unterrichte wirklich gerne und mache meine Arbeit sehr gewissenhaft!!
sidestep, 06. 03. '09 12:18
Re: Ferien einarbeiten
Wer solch einen Unsinn fordert der muss auch einkalkulieren, dass Lehrer dann selbstverständlich auch das Recht - wie jeder andere Arbeitnehmer - hätten, dann, auch wenn es den Eltern nicht passt, auf Urlaub zu gehen. Das heißt der Teil des Urlaubes, der vom Lehrer bestimmt werden darf, kann jederzeit und ohne Rücksicht auf Eventuallitäten z.B. dass keine Vertretung da ist und die Schüler daher zu Hause bleiben müssten,vom Lehrer konsumiert werden. Alles klar Besserwisser "Gerbera"?
georg123, 06. 03. '09 15:12
Re: Ferien einarbeiten
Das Dilemma ist, dass hier Leute Kommentare schreiben, die überhaupt kein Hintergrundwissen über den Lehrerberuf besitzen und sich anmaßen, darüber zu urteilen, ob 1 Std Vor- und Nachbereitungszeit ausreichen oder nicht, ohne jemals vor- oder nachbereitet zu haben.
Außerdem wissen jene Leute nicht, dass Lehrer mittlerweile von vielen Schülern als "Elternersatz" angesehen werden, weil solche Menschen, die hier gescheit Kommentare schreiben, ihre Kinder nicht beaufsichtigen wollen od. können. Dieser zusätzliche und von Lehrern schon selbstverständliche Dienst als "Sozialarbeiter" wird bei all den gescheiten Kommentaren außer Acht gelassen.
hanfthaler, 06. 03. '09 16:03
Re: Ferien einarbeiten
da schliesse ich dich mir an wenn lehrer die ferien einarbeitn müssten da kommen mehr als 2 stunden pro woche heraus, also sich bitte nicht lauthals aufregen, sondern ruhig sein.
teruoc, 06. 03. '09 16:28
Re: Ferien einarbeiten
Man muss nicht vergessen, dass Hausarbeit zu korrigieren ein grosser Zeitaufwand fuer die lehrer ist, dazu auch pruefungen, usw. Die Lehrer muessen mit diesen Arbeiten stets zu Hause beschaeftigen.
Verbesserer, 06. 03. '09 17:07
@georg123
Zu Vor- und Nachbereitung: Wer sagt denn, dass diese Vor- u. Nachbereitung zu Hause erfolgen muß? Ich bin auch der Meinung dass Lehrer sich in der schulfreien Zeit Weiterbilden sollen bzw. müssen. Habe den Eindruck dass viele den Beruf wegen der Ferien und der Halbtagsarbeitszeit gewählt haben. Andererseits würde ich den Lehrberuf niemandem länger als 20 Jahre zumuten. Sie sollten dann in andere Staatsdienste wechseln können.
Hyppo99999, 07. 03. '09 11:35
Re: Ferien einarbeiten
Wer sind Sie , dass Sie solchen Quatsch verbreiten dürfen?