Heinz Fischer für unabhängigen ORF:
"Parteipolitik wenigst möglich hineinreden"
- NEWS: Präsident will Amtsperiode voll ausschöpfen
- Fischer: Will mich von Aufgaben nicht ablenken lassen

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Fischer für Ehevertrag zwischen Homosexuellen
Im Interview im aktuellen NEWS tritt Bundespräsident Heinz Fischer möglichen, bei der EU-Wahl oder der Wien-Wahl auftretenden Tendenzen von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus klar entgegen. Fischer: "Es gibt sicher viele Österreicherinnen und Österreicher, die sich Sorgen über Asylgewährung und Zuwanderung machen.
Wenn man aber genauer hinschaut, darf man nicht jene Menschen, die sich etwa am Arbeitsplatz oder in ihrem Wohnviertel unter Druck fühlen, mit jenen in einen Topf werfen, die wirklich fremdenfeindlich sind, im Sinne von Rassismus oder einer prinzipiellen Ablehnung von Menschen mit einer anderen Nationalität, Hautfarbe oder Religion." Er werde die Wahlauseinandersetzungen sehr genau beobachten und "natürlich mithelfen, dass rassistische Strömungen und das Schüren von Hass marginalisiert werden."
Zur ORF-Diskussion betont Heinz Fischer: " Ich wünsche mir einen ORF mit unabhängigen Journalisten, in den die Parteipolitik so wenig wie möglich hineinredet."
Grobe Fouls
Am Konzept der sozialen Marktwirtschaft habe es grobe Fouls gegeben: "Dass man über diese Fouls und über den Verlust jeden Augenmaßes zornig ist, verstehe ich gut." Eingriffe in die Marktwirtschaft bei Auswüchsen bei den Managergehältern und Abfindungen seien nur eine Notmaßnahme: "Wenn aber Vernunft und Einsicht nicht ausreichen, selbst Korrekturen vorzunehmen, dann ist die öffentliche Hand zumindest dort gefordert, wo auch öffentliche Gelder im Spiel sind. Aber nach meinem Verständnis ist das nur die zweitbeste Lösung."
Seine Amtsperiode will der Bundespräsident voll ausschöpfen und sich "von meinen Aufgaben nicht ablenken lassen", weil die Bevölkerung erwarte, dass er das als Bundespräsident tue und nicht als Wahlkämpfer.
Mehr dazu lesen Sie im aktuellen NEWS 10/2009!
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