Lehrer mobilisieren jetzt gegen Schmied:
Gewerksachft fordert Streik - diesmal echt
- Rücknahme der Arbeitszeiterhöhung oder Rücktritt
- Schmied will Unruhen "wie in Athen" verhindern

Anhaltend ist die Empörung bei Gewerkschaftern, Personalvertretern und anderen Lehrerverbänden über den Vorschlag von Unterrichtsministerin Schmied, die Unterrichtsverpflichtung aller Lehrer um zwei Stunden auszuweiten. Die Unabhängige Lehrergewerkschaft forderte von der GÖD "Streik - aber diesmal in echt".
Von Schmied erwarten sie die "Rücknahme der Arbeitszeiterhöhung, die Neuverhandlung des Unterrichtsbudgets oder ihren Rücktritt, wenn der Schule die notwendigen Budgetmittel vorenthalten werden". Die "Empörung und der Frust bei den Dienstnehmern in den Wiener Schulen ist enorm", berichtete die Vorsitzende des Zentralausschusses der Wiener Pflichtschullehrer, Andrea Masek, in einem Offenen Brief an die Regierungsspitze und Schmied.
Drohen soziale Unruhen
Seitens der Politiker werde in der Öffentlichkeit suggeriert, Lehrer hätten in der Vergangenheit prinzipiell zu wenig gearbeitet. "Ein starkes Stück" sei auch Schmieds Begründung, mit der Maßnahme könne man auch einen Beitrag zur Verhinderung von sozialen Unruhen wie in Athen leisten, so Masek.
Der Vorsitzende der Fraktion Sozialistischer Gewerkschafter in der Lehrer-Gewerkschaft für berufsbildende mittlere und höhere Schulen, Stefan Wenka, betonte, "dieser völlig ungerechtfertigten Arbeitszeiterhöhung wird mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln entgegetreten". Nach Ansicht der Christlichen Lehrerschaft Österreichs braucht es "ein neues Verständnis von Schule - nicht wieder nur ein Reformmodell, das vor allem ökonomischen Gründen gehorcht und später mit Milliardenpaketen wieder gerettet werden muss".
(apa/red)
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