Samstag, 28. Februar 2009

"Seraphine" räumt gleich sieben Mal ab: Großer Gewinner des Cesar-Abends in Paris

  • Ehrentrophäe ging an die Hollywood-Ikone Hoffman
  • Bester ausländischer Film: "Waltz with Bashir"

Mit sieben Auszeichnungen ist der Film "Seraphine" von Martin Provost in Paris als Sieger aus dem Rennen um die begehrten Cesar-Trophäen hervorgegangen. Der erste animierte Dokumentarfilm "Waltz with Bashir" bekam den Cesar für den besten ausländischen Film. Die Ehrentrophäe ging an die Hollywood-Ikone Dustin Hoffman. Der Cesar gilt als europäisches Gegenstück zum Oscar.

"Seraphine" handelt von der naiven Malerin Seraphine Louis, bekannter als Seraphine de Senlis, die von dem deutschen Sammler Wilhelm Uhde entdeckt wurde. Der Film erhielt den Cesar unter anderem für den besten französischen Film, die beste Schauspielerin, die beste Musik und das beste Originaldrehbuch.

"Public Enemy No.1"
Der französische Thriller "Public Enemy No.1" von Jean-Francois Richet über den berühmten Verbrecher Jacques Mesrine bekam zwei Auszeichnungen: den Cesar für die beste Regie und den besten Schauspieler. Den Cesar für den besten ausländischen Film gewann "Waltz with Bashir" des israelischen Regisseurs Ari Folman. In dem Film arbeitet Folman seine Erinnerungen an den Libanon-Krieg 1982 auf. Die israelisch-deutsch-französische Produktion wurde bereits mit dem Golden Globe ausgezeichnet.

Hoffman geehrt
Die Ehrentrophäe ging an Dustin Hoffman. Der zweimalige Oscar-Preisträger wurde am Donnerstag von der französischen Kulturministerin Christine Albanel mit dem Orden der Künste und der Literatur ausgezeichnet. Der 71-Jährige hielt sich für mehrere Tage in Paris auf, wo er seinen neuen Film "Liebe auf den zweiten Blick" vorstellte. Der Ehren-Cesar wurde ihm von Emma Thompson überreicht, seiner Partnerin in dem neuen Film.

Der Cesar wurde im Theatre du Chatelet in Paris von dem US-Schauspieler und diesjährigen Oscar-Gewinner Sean Penn überreicht.

(apa/red)

28.2.2009 08:59