ASEAN-Staaten setzen auf Geldpolitik:
Kampf gegen Krise Hauptthema auf Gipfel
- Klare Absage gegen protektionistische Maßnahmen
- Freihandelsvertrag mit Australien wird unterzeichnet

Die südostasiatischen ASEAN-Länder wollen die weltweite Finanzkrise mit koordinierten Haushaltsausgaben und einer lockeren Geldpolitik bekämpfen. Das geht aus dem Entwurf für die Abschlusserklärung des Gipfels im thailändischen Hua Hin hervor. Die ASEAN-Länder erklärten darin zudem, alle protektionistischen Maßnahmen abzulehnen, die dem Welthandel noch mehr schaden.
Thailand, Indonesien, Malaysia, Philippinen, Singapur, Brunei, Vietnam, Laos, Kambodscha und Burma hätten sich darauf geeinigt, dass anti-zyklische und koordinierte makroökonomische Maßnahmen die beste Antwort gegen die weltweite Finanzkrise seien, hieß es in dem Dokument, das nach dem Ende des Treffens veröffentlicht werden soll. Zudem enthält die Erklärung die Absicht der Regierungen, bis Jahresende ein Gremium für Menschenrechte einzurichten und eng mit anderen Ländern bei Thema Klimawandel zusammenzuarbeiten, um die Welt-Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember zum Erfolg zu führen.
Freihandelsvertrag mit Australien
Die ASEAN-Länder unterzeichneten auf ihrem Gipfel einen Freihandelsvertrag mit Australien und Neuseeland, der als wichtiger Beitrag zur Bewältigung der globalen Finanzkrise bezeichnet wurde. Ähnliche Verträge bestehen bereits mit China, Südkorea und Japan. Die ASEAN-Regierungschefs wollen auch Weichen zur Einrichtung eines gemeinsamen Binnenmarktes bis 2015 stellen. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace ermahnte die ASEAN-Spitzenpolitiker, sich auch mit dem Klimawandel zu befassen.
(apa/red)

