Fünf Milliarden für Selbständigkeit Opels: Soll weitgehend unabhängig von GM werden
- Wirtschaftsminister fordert ein dauerhaftes Konzept
- EU-Industriekommissar äußert sich dazu skeptisch

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Milliardenkredite
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Bänder werden eine Woche lang stillgelegt
Der kriselnde Autobauer Opel wird neu aufgestellt. Wie der Konzern sagte, sollen alle europäischen Aktivitäten von Opel und der britischen Schwester Vauxhall unter dem Dach einer selbstständigeren Gesellschaft zusammengefasst werden. Die deutsche Regierung ist zudem bereit, die Herauslösung Opels mit bis zu 5 Mrd. Euro zu unterstützen, kann das Unternehmen alleine aber nicht retten.
Die deutsche Regierung ist einem Zeitungsbericht zufolge offenbar bereit, die Herauslösung Opels vom Mutter-Konzern GM mit bis zu fünf Milliarden Euro zu unterstützen. Der deutsche Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg forderte ein dauerhaft tragfähiges Konzept. "Bei Opel geht es nicht um die Frage, ob wir uns an einem romantischen Begriff aus reiner Nostalgie festhalten wollen", sagte der CSU-Politiker laut "Bild am Sonntag". Der Staat könne es nicht allein bewerkstelligen, dass Opel am Markt bleibe.
Skepsis in Brüssel
EU-Industriekommissar Günter Verheugen äußerte sich skeptisch zu den staatlichen Rettungsversuchen. Anders als bei den Banken gebe es in der Industrie keine Unternehmen, die im Fall der Zahlungsunfähigkeit eine verheerende Kettenreaktionen auslösen könnten, sagte Verheugen.
Der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats, Klaus Franz, sagte, Opel werde nach 80 Jahren Zugehörigkeit zu GM neu gegründet. Er schlug vor, das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln, an der sich möglichst alle europäischen Länder mit Opel und Vauxhall-Standorten beteiligen sollten. An diesem künftigen Unternehmen könnten sich auch die Beschäftigten, die Opel-Händler sowie andere Unternehmen beteiligen.
(apa/red)

