Freitag, 27. Februar 2009

Erste Bank pumpt sich Geld vom Staat:
Kredit über rund 1,9 Mrd. € aufgenommen

  • Insgesamt wird sogar 2,7 Mrd. € Kredit genommen
  • Im Schlussquartal 2008 Verluste von 603 Mio. Euro
    PLUS: Was sagen Sie zum Staatskredit an die Erste?

Jetzt wird es eng für die Erste Bank: Nach hohen Abschreibungen auf Ostbanken verbuchte die heimische Bank im Schlussquartal 2008 Verluste von 603 Millionen Euro. Deswegen soll jetzt der Staat für die Erste in die Bresche springen und der Bank bis zu 1,9 Milliarden Euro leihen.

Die börsenotierte Erste Group ist mit der Republik Österreich einig über die Staatshilfe geworden. Demnach wird die Bank im April insgesamt 2,7 Mrd. Euro Kernkapital aufnehmen. Bis zu 1,89 Mrd. Euro werden davon vom Staat kommen, voraussichtlich über Partizipationskapital, für das acht Prozent Zinsen im Jahr bezahlt werden. 30 Prozent der Gesamtsumme will die Erste Group privat aufbringen.

Abschreibungen auf Ostbanken
Nach hohen Abschreibungen auf Ostbanken und strukturierte Papiere ist bei der Erste Group 2008 der Konzernnettogewinnn um 26,8 Prozent auf 859,6 Mio. Euro gesunken. Im Schlussquartal 2008 gab es einen Verlust von 603 Mio. Euro. Weil sich in Osteuropa die Lage verschärfte, wurden die Geschäftspläne dort adaptiert und Einsparungen vorgenommen.

66 Mio. Euro Risikovorsorge
Massiv angestiegen sind in Erwartung steigender Kreditausfälle in der Wirtschaftskrise die Kreditvorsorgen, die gleich um 135,6 Prozent von 454,7 Mio. Euro auf 1,07 Mrd. wuchsen. Über 50 Prozent der Steigerung kamen dabei von den österreichischen Sparkassen, sowie aus dem Segment GCIB (Großkunden/Investmentbanking), die beide 2007 außergewöhnliche niedrige Kreditvorsorgen ausgewiesen hätten. 66 Mio. Euro umfassten die Risikovorsorgen für die in Konkurs gegangenen isländischen Banken. (apa/red)

27.2.2009 13:10
Gehaltindustrie, 27. 02. '09 11:54
Wir Östereicher sind ja nicht´s WERT
Österreichische Unternehmen wurden in den vergangenen Jahren, geknebelt und Kredite fällig gestellt. Nur der Osten war für Herrn Treichl noch etwas Wert. Jetzt wo er voll Abkassiert hat, sollen wir iHm seine Schulden bezahlen!!!
Das ist eine unerhörte Gaunerei am kleinen Österreicher und darf von der Politik nicht weiter unterstützt werden.
Kürzen Sie zuerst selbst Ihre Einkünfte inkl. Luxushäuser in Leogang usw. Herr Treichl!
Xx_akira_xX, 27. 02. '09 09:27
Hochmut kommt vor dem Fall
In den oberen Etagen wird seit Jahren abkassiert und nach unten getreten. Der Slogan " In jeder Beziehung zählen die Menschen" sollte schon lange in "..... zählt das Geld" geändert werden. Mitarbeiter zählen als letztes in der "LETZTEN BANK". Tja, und das Europas Wirtschaftu. Börsen von Amerikas Börsenszenario abhängig ist, das sollte zumindest ein ehemaliger Chase Manhatten MA gewußt od. gelernt haben (wenn Amerika hustet, hat Europa die Grippe). Naja , wir Steuerzahler werden es schon richten und Treichl u Co cashen weiter kräftig ab.
write, 27. 02. '09 11:18
Re: Hochmut kommt vor dem Fall
Banker mit Stil wie der Vater vom Treichl hätten nun Ihre Position zur Verfügung gestellt!
Vom Nimbus des Wunderwuzzis ist Treichl nichts geblieben.
Auf Teufel komm raus expandieren, satte Gewinne einstreifen und sich selbstverschuldete Verluste vom Steuerzahler finanzieren lassen... die Letzte Bank!