Verbund macht in der Krise gute Geschäfte:
Stromunternehmen fährt 2008 ein Plus ein
- Hohe Preise auf europäischen Strommärkten günstig
- Dividende an Aktionäre wird um 16,7 Prozent erhöht
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Der Verbund, Österreichs führendes Stromunternehmen, hat im abgelaufenen Jahr ein kräftiges Gewinnplus erzielt und erhöht daher auch die Ausschüttung an die Aktionäre. Das Nettoergebnis stieg um 18,6 Prozent auf 686,6 Mio. Euro, und die Dividende soll um 16,7 Prozent auf 1,05 (0,90) Euro je Aktie erhöht werden, gab der Verbund bekannt.
Operativ verdiente der Verbund 2008 mit 1,139 Mrd. Euro EBIT um 24,3 Prozent mehr. Die Umsatzerlöse wuchsen um 23,2 Prozent auf 3,745 Mrd. Euro. Der operative Cashflow legte um 16,7 Prozent auf 934,2 Mio. Euro zu. Je Aktie stieg der Nettogewinn auf 2,23 (1,88) Euro, Analysten hatten im Schnitt 2,32 Euro erwartet. Am Dienstag hat die Aktie um 0,94 Prozent auf 26,25 Euro nachgegeben.
Profitiert hat der Verbund 2008 vor allem von höheren Absatzpreisen in den europäischen Strommärkten. Der durchschnittlich erzielte Vertragspreis lag im Vorjahr bei 63,34 Euro je Megawattstunde (MWh), nach 53,15 Euro 2007. Für das Jahr 2009 wurden per Ende 2008 bereits 68 Prozent der Eigenerzeugung zu durchschnittlich 70,28 Euro/MWh verkauft, so der Verbund.
Für 2009 wird trotz "weiterhin sehr schwieriger Rahmenbedingungen ein ähnliches Ergebnis wie 2008" angepeilt, auch will man an der Dividendenpolitik von cirka 45 Prozent Pay-out-Ratio festhalten. Trotz Finanzkrise sei die Investitionskraft gesichert. 2008 sei man durch die Finanzmarktkrise und die daraus resultierende Krise der Realwirtschaft mit nur geringfügigen negativen Auswirkungen belastet worden. Die Erzeugungsstruktur, die gute Ertragslage der vergangenen Jahre und die ausgezeichnete Positionierung am europäischen Energiesektor würden es dem Konzern ermöglichen, "seinen wertschaffenden Investitionskurs fortzusetzen". Erleichtert werde dies durch die hohe Innenfinanzierungskraft und die gute Liquidität.
(apa/red)

