OMV rutscht 2008 in rote Zahlen: Gewinn
gegenüber dem Vorjahr stark eingebrochen
- Operatives Ergebnis stieg 2008 noch um 7 Prozent
- Billiger Ölpreis Ursache für schwaches Nettoergebnis

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Der österreichische Öl- und Gas-Riese OMV ist im letzten Quartal des vergangenen Jahres beim Nettoergebnis in die roten Zahlen gerutscht. Der Gewinn betrug minus 208 (Vorjahr: +318) Mio. Euro, teilte der Konzern mit. Im Gesamtjahr 2008 wurde ein um 27 Prozent höherer Konzernumsatz von 25,54 (20,04) Mrd. Euro erzielt.
Der Periodenüberschuss nach Minderheiten sank um 13 Prozent auf 1,37 (1,58) Mrd. Euro. Damit lag die OMV unter den Erwartungen der Analysten. Die Dividende soll 1,00 Euro nach 1,25 Euro für 2007 betragen.
Das berichtete operative Ergebnis (Ebit) stieg im Gesamtjahr noch um sieben Prozent auf 2,34 (2,18) Mrd. Euro, vor Sondereffekten wurde noch ein um 31 Prozent höheres Ebit bei 3,1 (2,37) Mrd. Euro erzielt. Im vierten Quartal sank das berichtete Ebit aber um 56 Prozent auf 301 (688) Mio. Euro. Der Umsatz im vierten Quartal sank nur leicht auf 5,77 (5,73) Mrd. Euro.
Für das heurige Jahr erwartet die OMV zwar Rückgänge bei ihren kommerziellen Kunden - aber bei weitem nicht in dem Ausmaß, in dem aktuell Produktion und Auftragseingänge in der Industrie fallen. "Zwischen fünf und 10 Prozent" sieht Raffinerievorstand Gerhard Roiss den Rückgang der Treibstoffnachfrage durch die Industrie. Auch in Osteuropa werde die Nachfrage nicht so stark einbrechen. Die Gas-Division erwartet ebenfalls einen stabilen Absatz.
Billige Ölpreise als Ursache
Begründet wird die Entwicklung vor allem mit dem ungünstigen Ölpreisumfeld: "Der durchschnittliche Brent-Preis ging verglichen zu Q4/07 um 37 Prozent zurück, der Rückgang innerhalb des Quartals brachte auch hohe negative Lagereffekte in den Raffinerien mit sich." In der Division RM wurde ein Ebit-Verlust von 286 Mio. Euro gemacht (EP war mit 128 Mio. Euro noch positiv, der Gewinn hatte im vergangenen Jahr aber noch 563 Mio. Euro betragen.)
Für das laufende Jahr erwartet die OMV weiter hohe Volatilität bei allen Marktparametern, geht grundsätzlich aber von stabilen (1. Jahreshälfte) und leicht steigenden (zweite Jahreshälfte) Rohölpreisen aus. Die Raffineriemargen sollen schwächer sein als 2008, ebenso die Margen im Petrochemiegeschäft.
(apa/red)

