voestalpine plant weitere Kündigungen:
Trotz Kurzarbeit und bisherigem Jobabbau
- Stahl-Boss Eder rechnet mit 70 Prozent Auslastung
- So viele Mitarbeiter wie möglich sollen bleiben
·Mit Volldampf in die Wirtschaftskrise?
ÖBB-Chef will jetzt 100 Millionen Euro einsparen
·Autoindustrie erhält
Milliardenkredite
EU gibt grünes Licht für knapp vier Milliarden Euro
·voestalpine schlittert 2008/09 ins Minus
Gewinnrückgang und Kündigungen prophezeit

Der von der weltweiten Finanzkrise gebeutelte Stahlkonzern voestalpine will die Kurzarbeit ausweiten und möglicherweise verlängern, wie Vorstandschef Wolfgang Eder sagte. "Wir wollen so viele Mitarbeiter wie möglich in Beschäftigung halten", beruhigte Eder. Der Konzern sei nur zu rund 70 Prozent ausgelastet. "Im Moment leben wir von der Hand in den Mund", so der Stahl-Boss.
Ein Silberstreif am Horizont sei nicht in Sicht. Die Dividende für 2008/09 wird voraussichtlich spürbar gekürzt. Im Vorjahr wurden 2,10 Euro je Aktie gezahlt. Üblich sei eine sichere Auslastung von drei bis sechs Monaten, "heute sehen wir drei Wochen, wenn es gutgeht, mit manchen Kunden planen wir wöchentlich", sagte der Voest-Chef. "Wir gehen für 2009 durchgehend von einer 70-Prozent-Auslastung aus, da wir keine Verbesserung der Konjunktursituation sehen", so Eder.
Von den aktuell 7.600 Mitarbeitern, die innerhalb des Stahlkonzerns zur Kurzarbeit angemeldet sind, arbeiten 5.500 in Österreich. Darin enthalten sind auch bereits die 406 Mitarbeiter der Böhler Bleche in Mürzzuschlag, die heute im Rahmen einer Betriebsversammlung über die Kurzarbeit informiert wurden. Die Kurzarbeit werde derzeit noch nicht zur Gänze ausgeschöpft - davor müssten noch Überstunden und Resturlaube abgebaut werden.
1.412 Leiharbeiter wurden bereits gekündigt - 747 davon waren im Inland beschäftigt. Betriebsbedingt gekündigt worden seien bisher nur 300 von konzernweit 42.062 Arbeitnehmern aus der Stammbelegschaft (per Ende Dezember).
Angesichts des konjunkturellen Gegenwinds hat Eder die Ertragserwartungen für das laufenden Geschäftsjahr 2008/09 (per Ende März) beim operativen Gewinn von 1,15 Mrd. Euro im Vorjahr auf "etwa 1 Mrd. Euro" zurückgeschraubt.
(apa/red)

