Montag, 23. Februar 2009

Interesse an Saab trotz Gläubigerschutz:
Verkauf soll Zukunft des Autobauers sichern

  • Produktionsvolumen wurde jetzt nach unten revidiert
  • Erstes Opfer in der Krise der Automobilbranche

Für die schwedische GM-Tochter Saab gibt es nach ihrem Antrag auf Gläubigerschutz die ersten Kaufinteressenten. Saab-Chef Jan-Ake Jonsson sagte der Tageszeitung "Dagens Industri", dass Investoren und andere Autobauer Interesse an der Opel-Schwestergesellschaft bekundet hätten. Saab hatte als der erste namhafte Autobauer im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise Gläubigerschutz beantragt.

Auf diese Weise soll Saab saniert und ein unabhängiges und profitables Unternehmen werden, das für Investoren und Käufer interessant ist. Zudem habe Saab die Geschäftspläne in den vergangenen Wochen deutlich nach unten korrigiert, sagte Jonsson. "Wir haben unsere Schätzungen zum Produktionsvolumen um zehn bis 15 Prozent revidiert."

Plan nach unten revidiert
Die Zeitung berichtete auf ihrer Internetseite ohne Quellenangabe, dass der Plan für dieses Jahr einen Absatz von 65.000 bis 70.000 Fahrzeuge vorsehe nach 94.000 im vergangenen Jahr. In drei bis vier Jahren rechne der Konzern mit einem Verkaufsanstieg auf 150.000 Einheiten.

Saab gehört wie der deutsche Hersteller Opel zu dem in Schieflage geratenen US-Konzern General Motors. Der schwedische Autobauer leidet besonders unter der weltweiten Absatzkrise, weil er eine vergleichsweise alte Modellpalette hat. Außerdem kämpft der Konzern mit Überkapazitäten und hohen Kosten.
(apa/red)

23.2.2009 14:08