Freitag, 27. Februar 2009

Strukturreform des ÖFB wird abgesegnet:
Neues mächtiges Direktorium wird installiert

  • Führungsgremium wird aus sechs Personen bestehen
  • Amt des Generaldirektors Ludwig wird aufgewertet

Fast untergegangen im Rummel um die Amtseinführung von Neo-ÖFB-Präsident Leo Windtner ist die umfassende Strukturreform, die die Bundeshauptversammlung im Rahmen des außerordentlichen Treffens auf Schiene bringen wird.

"Da werden Pläne auf den Tisch gelegt", kündigte Leo Windtner für den Tag seines Amtsantritts als neuer ÖFB-Präsident an. Ausgearbeitet wurde diese Reform bereits vom Wahlausschuss, der den Oberösterreicher Anfang Februar ins Amt gehievt hatte.

Neues machtvolles Direktorium
Das zum Beschluss vorliegende Papier umfasst zum Einen die Schaffung eines neuen Direktoriums, das sich aus sechs stimmberechtigten Personen zusammensetzen wird. Dem Gremium gehörehn der ÖFB-Präsident, je ein Vertreter der Regionen Ost/Mitte/West, der Bundesliga-Präsident sowie ein weiterer Vertreter der Bundesliga an.

Der Aufgabenbereich des Direktoriums beinhaltet das laufende Controlling für die Vorbereitungs des Budgets, gemeinsame Agenden von ÖFB und Bundesliga sowie die Bestellung von Teamchef, Sportdirektor und Generaldirektor. Das Gremium wird damit zu einer Art entscheidenden Instanz innerhalb des ÖFB.

Präsidium als Aufsichtsgremium
Zum Anderen wird das Präsidium zufolge der Strukturreform in Zukunft ein Aufsichtsgremium sein und Grundsatzbeschlüsse fassen. Angeführt wird das Präsidium weiterhin vom Präsidenten. Windtner stellte bereits für etwaige Kompetenzdiskussionen klar, dass trotz der Befugnisse des neuen Direktoriums auch die Teamchefbestellung "Chefsache" sei.

Während der Bundesvorstand und der Beirat aufgelöst werden, wird ein Amt aufgewertet: Alfred Ludwigs wird vom Generalsekretär zum Generaldirektor befördert und darf in Zukunft die operativen Geschäfte eigenverantwortlich leiten.
(red)

27.2.2009 14:02