Werden im Fußball Zeitstrafen kommen?
IFAB diskutiert die Einführung neuer Regeln
- Auch Verlängerung der Halbzeiten sind im Gespräch
- Internationales Fußballgremium tagt am Wochenende

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Der Internationale Football Association Board (IFAB) des Weltverbandes (FIFA) hat ein interessantes "Match" vor sich. Die Regelhüter im Fußball diskutieren am Wochenende in Belfast u.a. die Einführung einer Zeitstrafe statt Gelber Karten, den Einsatz zweier zusätzlicher, an den Torlinien postierter Schiedsrichter-Assistenten, die Erhöhung des Kontingents für Wechselspieler in der Verlängerung auf einen weiteren, vierten Mann und die Verlängerung der Halbzeitpause von 15 auf 20 Minuten.
"Die Zeitstrafen würden die Disziplin auf dem Spielfeld deutlich erhöhen", glaubt der irische Verbandspräsident Raymond Kennedy. Das Aufstocken des Personals an Unparteiischen von drei auf fünf, wie es schon in einigen internationalen Turnieren getestet wurde, betrachten FIFA-Präsident Sepp Blatter und UEFA-Chef Michel Platini im Vergleich zu der viel diskutierten und von vielen geforderten Video-Überwachung als bessere Lösung.
Der IFAB, kurz International Board, ist ein internationales Gremium, das Änderungen der Fußballregeln diskutiert, berät und beschließt. Dem IFAB, der seit 1886 arbeitet und der seit 1904 auch von der FIFA anerkannt wird, ging aus den "Urverbänden" (England, Schottland, Wales und Nordirland) hervor. Die Regelhüter-Kommission setzte sich aus vier FIFA-Vertretern sowie aus je einem Mitglied der Gründerländer zusammen. Für eine Änderung der Spielregeln ist eine Mehrheit von sechs Stimmen erforderlich.
(apa/red)
