Donnerstag, 26. Februar 2009

Hoffen auf ein Stammleiberl bei Spartak:
Stranzl vor Meisterschaftsbeginn Optimist

  • Verteidiger bei Testspielen der Russen oft im Einsatz
  • Stranzl: Weitere ÖFB-Team-Verjüngung nicht sinnvoll

Martin Stranzl befindet sich mit seinem Club Spartak Moskau in der finalen Vorbereitungsphase auf die am 14. März beginnende russische Fußball-Meisterschaft. Der Hauptstadt-Verein holt sich ab kommenden Sonntag in einem einwöchigen Trainingslager in Belek den letzten Schliff für den Auftakt gegen Zenit St. Petersburg.

Ob Stranzl im Heimspiel gegen den regierenden UEFA-Cup-Sieger mit von der Partie sein wird, ist noch offen. "Das ist schwer zu sagen. Trainer Michael Laudrup redet nicht mit den Spielern und wechselt ständig die Formationen." Vor dem Ländermatch gegen Schweden am 11. Februar kam der Burgenländer des Öfteren in Testspielen zum Einsatz, auch drei Tage danach stand der Innenverteidiger in einem Probegalopp über die volle Distanz auf dem Platz - um im darauffolgenden Match wieder Zuschauer zu sein.

Reibungslose Vorbereitung
Die endgültige Entscheidung über ein Stammleiberl wird wohl erst in Belek fallen, vermutet Stranzl. Den 28-Jährigen stimmt optimistisch, dass die Vorbereitung aus seiner Sicht bisher reibungslos verlaufen ist. "Ich habe nur drei Tage gefehlt, weil ich krank war", meinte der 55-fache Internationale (3 Tore), der in den letzten Meisterschaftsspielen von Spartak im vergangenen Jahr zwischen Ersatzbank und Tribüne pendeln musste.

Deshalb stand im Jänner ein Wechsel zu den Glasgow Rangers im Raum. "Das wäre sicher interessant gewesen, aber die Vereine konnten sich eben nicht einigen", meinte Stranzl. Der Abwehrspieler besitzt in Moskau einen Vertrag bis Jahresende 2011, im Falle eines neuerlichen Reservistendasein scheint ein Abschied von der russischen Hauptstadt im Sommer nicht ausgeschlossen. "Aber das hängt nicht nur von mir, sondern auch von den Vereinen ab."

"Stellenwert im Team erarbeitet"
Nach den ersten beiden Runden in der russischen Liga mit dem selbst ernannten Titelanwärter (Stranzl: "Unser Generaldirektor Waleri Karpin sagt in jedem Interview, dass für Spartak nur der Titel zählt") steht bereits das WM-Qualifikationsspiel gegen Rumänien auf dem Programm, für das Stranzl - sofern er gesund bleibt - nominiert werden wird. Dem früheren 1860-Kicker fehlt das Verständnis dafür, dass seine Rolle innerhalb der ÖFB-Auswahl aufgrund zuletzt fehlender Spielpraxis angezweifelt wird. "Ich bin schon sehr lange dabei und habe mir im Team einen gewissen Stellenwert erarbeitet."

Den Ruf nach einer weiteren Verjüngung der Nationalmannschaft löst bei Stranzl nur Kopfschütteln aus. "Ich weiß nicht, ob das einen Sinn hat, wenn wir mit noch Jüngeren spielen. Zuletzt gegen Schweden waren Paul Scharner und ich mit 28 Jahren die ältesten Feldspieler. Als ich im Jahr 2000 zum Team gekommen bin, hat es noch viele über 30-Jährige gegeben."
(apa/red)

26.2.2009 13:21