Sonntag, 1. März 2009

WM-Gold für Demong in Einzel-Kombination:
Bester ÖSV-Athlet Gruber auf elftem Platz

  • Die USA gewinnen vor Deutschland und Frankreich
  • Österreich somit auch nach Sapporo ohne Podestplatz

Auch der dritte WM-Einzelbewerb in der Nordischen Kombination in Liberec hat am Samstag einen US-Sieg gebracht. Nach dem Double von Todd Lodwick im Massenstart und im Normalschanzen-Bewerb setzte sich in der Großschanzen-Konkurrenz Bill Demong, der Pechvogel des Teambewerbs, durch.

Der 28-Jährige aus Lake Placid skatete im 10-km-Langlauf vom achten Rang an die Spitze und gewann 12,8 Sekunden vor Björn Kircheisen, der die achte Silbermedaille der bei den 47. Titelkämpfen noch sieglosen Deutschen einfuhr, sowie dem besten Springer, dem Franzosen Jason Lamy Chappuis (31,4). Bestplatzierter Österreicher war Bernhard Gruber als Elfter, 1:18,3 Minuten zurück.

"Bittere Niederlage" für ÖSV-Kombinierer
Die ÖSV-Kombinierer gingen damit auch im vierten WM-Bewerb leer aus und mussten unter der Leitung von Cheftrainer Alexander Diess nach Sapporo 2007 auch das zweite Großereignis enttäuscht bilanzieren. Diess sprach nach dem Samstag-Bewerb von einer "bitteren Niederlage", die Gründe des schwachen Abschneidens müsse man analysieren.

"Wir sind von Anfang an nicht in den WM-Rhythmus gekommen, dann hat sich die Negativ-Spirale gedreht", sagte der Oberösterreicher, der nicht an Fehler in der Vorbereitung glaubte. "Bei der WM liegt alles knapp beisammen, wir konnten unser Potenzial nie voll ausschöpfen." Die Österreicher hatten vergeblich den "Geist von Ramsau" beschworen, wo vor zehn Jahren Stecher mit Silber im letzten Bewerb die Ehre gerettet hatte. (apa/red)

1.3.2009 12:34