Donnerstag, 26. Februar 2009

ÖSV-Kombinierer als Zweite in die Loipe:
Führende Nationen nur knapp auseinander

  • Acht Sekunden hinter Frankreich, fünf vor Finnland
  • US-Startspringer Demong verlor seine Startnummer
    Entscheidung auf der Loipe ab 15.15 auf news.at

Das österreichische Quartett der Nordischen Kombination nimmt im Teambewerb der Weltmeisterschaften in Liberec nach dem Springen den zweiten Rang ein. Damit haben Mario Stecher, Bernhard Gruber, Willi Denifl und Christoph Bieler vor dem folgenden 4 mal 5-km-Langlauf (15.15/live auf news.at) die Medaillenchance gewahrt, das Guthaben auf Mannschaften mit starken Läufern ist aber gering. "Ein etwas größerer Vorsprung auf die guten Läufer wäre schön gewesen, aber es ist alles im grünen Bereich", erklärte Bieler.

Frankreich führte mit acht Sekunden Vorsprung auf Österreich und 13 auf Titelverteidiger Finnland, der ohne den erkrankten Weltcup-Spitzenreiter Anssi Koivuranta antreten musste. Der fünffache Saisonsieger, der bisher ohne Medaille geblieben ist, hatte 38,5 Grad Fieber, damit war auch sein Antreten im Einzelbewerb von der Großschanze am Samstag fraglich. Vierte waren die Deutschen (+17) vor Japan (24) und den laufstarken Norwegern, die trotz des Rückstandes von 42 Sekunden als Favoriten auf Gold galten.

Startnummer weg
Pech hatten die USA, das Team des zweifachen Weltmeisters Todd Lodwick. Bill Demong, der Dritte des Einzelbewerbs, fand seine Startnummer nicht und wurde deshalb disqualifiziert. Damit waren die Chancen des von Bieler als Topfavorit bezeichneten US-Quartetts schon nach dem ersten Springer dahin, als Zwölfte und letzte haben die Amerikaner 3:04 Minuten Rückstand. Lodwick stapfte wortlos davon und Johnny Spillane sprach von einer großen Enttäuschung.

Demong hatte seine Startnummer oben in den Sprunganzug gesteckt, sie rutschte in der Folge bis zum Schuh hinunter, ohne dass er es merkte. Ohne Nummer wurde Demong gemäß den Regeln nicht zum Sprung zugelassen. "Das finde ich blöd, es ist doch egal, ob er eine Nummer hat oder nicht", meinte Stecher.

Die ÖSV-Athleten waren bei schwierigen Bedingungen wegen feuchten Neuschnees mit ihren Sprüngen zufrieden, Stecher ausgenommen. Der Steirer fand vor dem Absprung nicht die optimale Position und schöpfte sein Potenzial mit 119,0 Metern nicht aus. Bernhard Gruber bewies hingegen, das er ein Wettkampf-Typ ist und kam auf 128,5 m. "Leider hat es mich bei der Telemark-Landung etwas versetzt, das hat einige Punkte gekostet", meinte der Salzburger.

Denifl war so wie Gruber Zweitbester seiner Gruppe und landete bei 123,0 Metern. Für Bieler wurden 118 Meter gemessen, damit war er Sechster der letzten Gruppe, in der Jason Lamy Chappuis mit 127,0 Meter das Team Frankreichs auf Rang eins hievte.

(apa/red)

26.2.2009 13:49