Champions League startet in das Frühjahr:
ManU kämpft bei Inter gegen Eliteliga-Fluch
- Zuletzt war für Titelträger im Achtelfinale Endstation
- Englisch-italienisches Kräftemessen in zwei Partien

·Real Madrid rückt
näher an Barca heran
Nur mehr sieben Punkte
zwischen den Erzrivalen
·Inter Mailand siegt in Bologna im Schongang
Gegen Abstiegskandidat mit B-Elf zum Erfolg
·Champions League: Auslosung 2009/10
Spiele und Ergebnisse
der Fußball-Elite-Liga
Die langen und entbehrungsreichen Winterwochen haben endlich ein Ende: Für Fans beginnt das Frühjahr auf dem Grün des Rasens mit dem heutigen Achtelfinale der Champions League. Und das hat es wahrlich in sich, denn auf dem Programm stehen Knaller wie Inter Mailand gegen Manchester United, Chelsea gegen Juventus oder Real Madrid gegen Liverpool. Allen voran will der Titelträger aus Manchester die Konkurrenz Mores lehren um die begehrte Trophäe zu verteidigen. Dagegen könnte allerdings eine Statistik sprechen: Seit 2004/2005 war für den Titelverteidiger in der Champions League stets im Achtelfinale Endstation.
Dieser erbarmungslosen Serie fielen Porto, Liverpool, Barcelona und der AC Milan zum Opfer. Manchester allerdings hat gegen dieses Schicksal ein Ass im Ärmel: den Weltfußballer des Jahres Cristiano Ronaldo. Der 24-jährige Portugiese kam rechtzeitig für den Auftakt der Champions League wieder in Form und spielte zuletzt in der englischen Premier League groß auf. Dazu kommt eine glänzende Serie in den letzten Runden der englischen Liga: sechs Spiele - sechs Siege. "Ich will den Erfolg wiederholen. Es wird zwar schwierig, aber ich glaube, dass wir die bessere Mannschaft sind," posaunte Superstar Ronaldo.
Ebenbürtiger Gegner Inter?
Manchester reist als überlegener englischer Tabellenführer und in Topform nach Mailand - könnte dort aber auf einen ebenbürtigen Gegner treffen: Inter Mailand hat die letzten drei Spiele in der Serie A gewonnen, unter anderem wurde Lokalrivale Milan eingekocht. Für Gefahr in Manchesters Strafraum soll Italiens Fußballer des Jahres Zlatan Ibrahimovic sorgen. "In solchen Spielen geht es immer sehr eng zu, Kleinigkeiten entscheiden über Sieg oder Niederlage", verlautbarte Mittelfeldspieler Esteban Cambiasso.
Trotz der Erfolgsserie in der italienischen Liga waren Tore bei Inters jüngsten Champions-League-Spielen allerdings Mangelware: Die Mailänder erzielten in den letzten vier CL-Heimpartien nur zwei Treffer und feierten lediglich einen Sieg. Auch eine andere Statistik spricht gegen einen Erfolg der Italiener: Von den letzten vier Aufeinandertreffen mit englischen Clubs konnte keines gewonnen werden. Sollte diese Negativserie ihr Ende finden, darf man allerdings von Großem träumen: Die Nerazzurri wollen die europäische Trophäe zum ersten Mal seit 44 Jahren stemmen.
Englisch-italienisches Kräftemessen
Brisant könnte auch das zweite englisch-italienische Aufeinandertreffen zwischen Arsenal und dem AS Roma verlaufen: Der Tabellensechste aus Italien reist zum Fünften der Premier League. Dort sind die "Gunners" schon seit sechs Spiele ungeschlagen, während die Römer in der italienischen Liga zuletzt wenig Konstanz bewiesen. Die Heimmannschaft Arsenal ist daher leicht zu favorisieren, wenngleich für ein Vordringen bis ins Finale, wo man 2006 Barcelona unterlag, eine deutliche Leistungssteigerung notwendig wäre.
Der Champions-League Sieger von 2006 ist im diesjährigen Achtelfinale gegen Olympique Lyon der klare Favorit: Zwar düpieren die Franzosen Jahr für Jahr die inländische Konkurrenz in der Meisterschaft, international stehen jedoch kaum Erfolge zu Buche. Klar für die Katalanen, denen Coach Josep Guardiola neues Leben einhauchte, spricht die Dominanz in der spanischen Primera Division. Zwar verpatzte Barcelona die Generalprobe am vergangenen Wochenende gegen Lokalrivalen Espanyol, ein Ausrutscher vermag den hervorragenden Gesamteindruck der gesamten Spielzeit aber kaum zu trüben. Sollte Barcelona diese Form beibehalten, ist der Weg ins Finale keine Utopie.
Underdogs unter sich
Im Spiel der Underdogs matchen sich heute zwei iberische Vereine: Der FC Porto wird nach Madrid reisen, um dort gegen Atletico gleich alles klar zu machen. Dafür hat der Champions-League-Sieger von 2004 gute Chancen: In der portugiesischen Liga rangiert man an der Tabellenspitze und ist seit 12 Spielen ungeschlagen. Atletico müht sich in der heurigen Saison ungleich stärker und konnte nur eines der letzten sechs Spiele der Primera Division gewinnen. Da die Spanier in der Gruppenphase der Champions League jedoch durchaus überzeugen konnten, ist selbst im Spiel der Underdogs einiges an Spannung zu erwarten.
(red)
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