Montag, 2. März 2009

Hütteldorfer knacken Angstgegner Ried 1:0:
Zweimal Gelb-Rot in Zitterpartie für Rapidler

  • Thonhofer und Drazan in Rapid-Viertelstunde draußen
  • Spiel von etlichen Fehlentscheidungen überschattet

Rapid hat die sieglose Zeit in dieser Saison gegen die SV Ried beendet und mit dem im Finish stark gefährdeten 1:0 (1:0) nach drei Runden auch erstmals wieder voll gepunktet. Steffen Hofmann jagte bereits in der 6. Minute einen Freistoß über die Mauer zum Siegestor ins Netz, in der Schlussphase wurde den Oberösterreichern ein Elfmeter (Foul von Drazan an Hadzic) vorenthalten.

Die Gastgeber, nach dem 1:2 zum Frühjahrsauftakt in Salzburg unter Zugzwang, begannen gegen die Innviertler in einem Höllentempo und hatten in den ersten 20 Minuten gleich sieben gute bis beste Möglichkeiten, von denen sie auch wegen Ried-Torhüter Gebauer, allerdings nur eine einzige verwerteten. So rettete der Gäste-Keeper zweimal gegen Boskovic (4./11.) und Jelavic (14./Volley nach einer Boskovic-Vorlage) und hatte auch Glück, dass Dober (8./Kopf), Heikkinen (16./Fernbombe) und Jelavic (21.), knapp das Tor verfehlten.

Auch beim Freistoß von Hofmann (9. Saisontor), dem übrigens eher kein Foul von Stocklasa an Maierhofer vorangegangen war, berührte Gebauer den Ball mit den Fingerspitzen, zu parieren vermochte er ihn allerdings nicht. Es war übrigens das achte Tor, das Rapid in der Anfangsviertelstunde erzielte und das zehnte aus einer Standardsituation, die Rieder kassierten erst zum zweiten Mal in den ersten 15 Minuten einen Treffer, allerdings bereits zum 13. Mal aus einer Standard.

Nach dem Anfangsfurioso des regierenden Meisters kamen die Rieder auf, aber zu keiner zwingenden Chance. Stocklasa (15.), Hadzic (27.), Burgstaller (35.) und Drechsel (38.) fanden kleine Möglichkeiten vor, die allerdings auch fast durchwegs schwach abgeschlossen wurden.

Furioses Finale mit Fehlentscheidungen
Nach Seitenwechsel hatte zunächst Boskovic (Gebauer blieb wieder Sieger) eine große Chance (46.), doch sonst war auf beiden Seiten lange Zeit nur noch von dem einen oder anderen Weitschuss zu berichten. Erst im Finish ging es dann drunter und drüber und der Ausgleich lag mehrmals in der Luft. In der 77. Minute rettete nach einem Corner Eder bei einem Schuss von Mader auf der Linie. Eine Minute später gab es Elferalarm im Wiener Strafraum (Hoffer und Glasner). Dann flog Thonhofer (81.) mit Gelb-Rot vom Platz, drei Minuten später folgte Drazan, der nach einem klaren Elferfoul an Hadzic ebenfalls mit Gelb-Rot gehen musste. Referee Hofmann, der nicht gerade seinen besten Tag hatte, entschied zunächst auf Elfer, verlegte den Tatort nach Kunsultation seines Assistenten aber außerhalb des Strafraums.

In den hektischen Schlussminuten verteidigte Rapid den Vorsprung und hatte mit neun Mann sogar noch eine hundertprozentige Chance, als Pehlivan in der 93. Minute bei einem Konter alleine vor Gebauer kläglich vergab. Damit blieb Rapid in der Bundesliga daheim gegen die auswärts unglaublich erfolglosen Rieder (nur ein Sieg in den jüngsten 26 Spielen) auch im 24. Duell (17 Siege, 7 Remis) ungeschlagen.

Endstand SK Rapid Wien - SV Josko Ried 1:0 (1:0)
Hanappi-Stadion, 16.200, SR Louis Hofmann

Tor: 1:0 (6.) Hofmann (Freistoß)

Rapid: Payer - Dober, H. Eder, Patocka, Thonhofer - Hofmann,
Heikkinen, Pehlivan, Boskovic (58. Drazan) - Maierhofer, Jelavic (72.
Hoffer/86. Harding)

Ried: Gebauer - Stocklasa, Glasner, Burgstaller - Brenner (26.
Hadzic), Mader, Kujabi (89. Bammer) - Lexa, Drechsel, Nacho - Salihi
(62. Yeray Ortega)

Gelb-Rote Karten: Thonhofer (81.), Drazan (84.)
Gelbe Karten: Pehlivan bzw. Glasner, Mader, Kujabi, Lexa, Drechsel

(apa/red)

CASHPOINT - Wollen wir wetten?
Click!

2.3.2009 16:16