Mittwoch, 25. Februar 2009

Flugzeug abgestürzt: Mindestens neun Tote
bei tödlichem Crash kurz vor Amsterdam!

  • Turkish-Airlines-Maschine zerschellte in drei Teile
  • Mehr als 50 verletzt: Unglück endete relativ glimpflich
    PLUS: Die verheerendsten Flugzeugunglücke der Welt

Beim Absturz eines türkischen Flugzeugs mit 135 Menschen an Bord beim Amsterdamer Flughafen Schiphol sind neun Menschen ums Leben gekommen, darunter der Kapitän, sein Kopilot und ein Pilot in Ausbildung. Mehr als 50 Personen wurden verletzt, davon schweben sechs in Lebensgefahr. Die Boeing 737 der Turkish Airlines war beim Landeanflug auf ein Feld gestürzt und in mehrere Teile zerbrochen.

Die Maschine stürzte Mittwochfrüh einen halben Kilometer vor Erreichen der Landebahn neben Wohnhäusern auf ein Feld. Das Heck wurde abgerissen, der Rumpf zerbarst kurz hinter dem Cockpit. Ein Triebwerk lag nahezu intakt neben dem Flugzeugwrack im Feld. Das zweite war etwa 200 Meter entfernt und erheblich beschädigt.

Die Unglücksursache war vorerst unklar, die Black Box wurde zur Analyse nach Paris geschickt. Passagiere berichteten, die Maschine sei im Landeanflug plötzlich stark abgesunken. Dann sei sie mit dem Heck zuerst auf dem Boden aufgekommen, neben einer Schnellstraße entlanggeschlittert und in einem Feld zum Stehen gekommen.

Seitens der Turkish Airlines hieß es, zum Unglückszeitpunkt sei die Sicht gut gewesen. Eine erste Durchsicht der Unterlagen habe ergeben, dass die Maschine ordnungsgemäß gewartet worden sei. Der Pilot habe über viel Erfahrung verfügt.

Der türkische Verkehrsminister Yildirim hatte zunächst gesagt, bei dem Unglück sei niemand ums Leben gekommen, es habe lediglich Verletzte gegeben. Dem darauffolgenden Jubel der bangenden Angehörigen folgte bittere Enttäuschung.

Schiphol ist der Flughafen mit dem fünftgrößten Passagieraufkommen in Europa. Im Jahr 2007 starteten und landeten dort fast 48 Millionen Fluggäste.

(apa/red)

25.2.2009 19:08