Österreicher Inzko erhält wichtigen Job:
EU-Repräsentant für Bosnien-Herzegowina
- Von 1996-1999 Österreichs Botschafter in Bosnien
- Noch kein formeller Beschluss der EU-Außenminister

Die EU-Außenminister haben Einigung über den Hohen Repräsentanten für Bosnien-Herzegowina erzielt. Das gab der EU-Außenbeauftragte Solana in Brüssel bekannt. Solana nannte keinen Namen, nach internationalen Medienberichten soll es sich um den österreichischen Diplomaten Valentin Inzko handeln. Inzko war 1996-1999 der erste Nachkriegsbotschafter Österreichs in Bosnien gewesen.
Einen formellen Beschluss fassten die EU-Außenminister noch nicht. Dieser ist erst nach Konsultationen mit den anderen Mitgliedern des Friedensimplementierungsrates (PIC) für Bosnien-Herzegowina - darunter die USA und Russland - zu erwarten. Der bisherige Hohe Repräsentant, der seit 2007 amtierende Slowake Miroslav Lajcak, war im Jänner zum Außenminister seines Landes ernannt worden.
Zuvor war unter anderem auch eine Kandidatur des Briten Emyr Jones Parry im Gespräch gewesen. Die Regierung der kleineren bosnischen Entität, der bosnischen Serben-Republik (Republika Srpska), hatte sich allerdings in der Vorwoche gegen die Nominierung eines britischen Repräsentanten ausgesprochen. Der britische Diplomat Paddy Ashdown, der 2002-2005 Bosnien-Beauftragter gewesen war, wurde von den Serben als parteiisch und voreingenommen kritisiert.
Die EU-Kommission hat den Namen Inzko weder bestätigt noch dementiert. Sie habe keine Information und sie könne nichts bestätigen, erklärte die Sprecherin von Erweiterungsklommissar Olli Rehn, Krisztina Nagy. Die Entscheidung müsse vom Friedensimplementierungsrat (PIC) für Bosnien-Herzewogina getroffen werden.
(apa/red)
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