Bürgermeister Stichwahl in Klagenfurt: Scheucher erfährt vernichtende Niederlage
- Bürgermeister Scheucher nicht mal in der Stichwahl
- Entscheidung zwischen Scheider und Mathiaschitz

In der Landeshauptstadt Klagenfurt hat der seit zwölf Jahren amtierende ÖVP-Bürgermeister Harald Scheucher bei der Bürgermeister-Direktwahl eine vernichtende Niederlage erlitten. Scheucher, der schon vor sechs Jahren die Stichwahl nur hauchdünn für sich entschieden hatte, rutschte an die dritte Stelle und kam nicht einmal in die Stichwahl. Deutlich vorne lag BZÖ-Kandidat Christian Scheider, SPÖ-Vzbgm. Maria-Luise Mathiaschitz wurde zweite und kam in die Stichwahl.
Scheider erreichte bei einem Auszählungsgrad von 97 Prozent 40,68 Prozent der Stimmen, Mathiaschitz lag mit 24 Prozent knapp vor Scheucher mit 22,19 Prozent. Das Ergebnis hatte sich bereits nach wenigen ausgezählten Wahlsprengeln abgezeichnet, die Tendenz verstärkte sich mit zunehmendem Auszählungsgrad. Scheider lag von Anfang an deutlich in Führung, Mathiaschitz stets knapp vor Scheucher. Erste Trends bei der Gemeinderatswahl zeigten, dass auch hier das BZÖ stark gewann, SPÖ und ÖVP verloren kräftig.
Scheider zeigt sich überrascht
Scheider war über die Höhe seines Sieges selbst überrascht: "Ich habe mit einem guten Abschneiden gerechnet, aber dass es so deutlich wird, habe ich nicht geglaubt." Als die beiden entscheidenden Themen sieht er den Verkauf der Gemeindewohnungen und der Stadtwerke, gegen die das BZÖ aufgetreten war. Er rechnet nun mit dem Sieg am 15. März, "auch wenn man nie ganz sicher sein kann".
Mathiaschitz hat mit Resultat gerechnet
Sie habe mit diesem Ausgang gerechnet, erklärte Mathiaschitz gegenüber der APA. Das Resultat bestätige die Umfragen, welche die SPÖ gehabt habe. Auch sie gab sich für die Stichwahl siegessicher: "Die Karten werden neu gemischt und ich bin sicher, dass Klagenfurt in zwei Wochen das erste weibliche Stadtoberhaupt haben wird."
Eine Stellungnahme Scheuchers gab es nicht, die Tür des Bürgermeister-Büros blieb verschlossen. Auch telefonisch war er nicht erreichbar. (APA/Red)
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