Der harte Kampf um Kärnten: Die erste
Wahl nach Jörg Haiders tödlichem Unfall
- NEWS: Spannende Wahl hat bundesweite Wirkung
- PLUS: Der ARBÖ-Skandal und die Dörfler-Anzeige

·Bauprojekt unter Bestechungsverdacht
NEWS: Umfahrung St. Leonhard auf Prüfstand
·War ARBÖ-Pleite
betrügerische Krida?
Kärntner Gutachten
exklusiv im neuen NEWS
Am 11. Oktober 2008 starb der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider bei einem fatalen Crash mit 1,8 Promille Alkohol im Blut. Am 1. März, 140 Tage nach Haiders Tod, ist in Kärnten Landtagswahl. 443.449 Wähler entscheiden über den neuen Landtag.
Der Kampf um Haiders Erbe ist mittlerweile voll ausgebrochen. Die SPÖ sieht erstmals seit Jahren die Chance, die Übermacht des BZÖ, das jetzt ohne seinen Parteigründer dasteht, zu brechen. Der plötzliche Unfalltod Haiders nährt diese Hoffnung. Umfragen scheinen die Chance der SPÖ auch zu bestätigen: Von einem "Kopf-an-Kopf-Rennen" zwischen Landeshauptmann Gerhard Dörfler (BZÖ) und seinem Herausforderer Reinhart Rohr (SPÖ) ist die Rede.
Neuer Landeshauptmann
Es geht aber um noch viel mehr als darum, wer in Kärnten nächster Landeshauptmann wird. Denn diese Frage wird ohnehin kaum am Wahlsonntag, sondern erst bei den Parteienverhandlungen danach entschieden.
Es geht um bundespolitische Machtfragen: Schafft es das BZÖ, sich dauerhaft als identitäre Kärnten-Partei zu etablieren und so auch in Zukunft auf Bundesebene mitzuspielen? Oder verschafft sich die SPÖ einen idealen Start in einen eineinhalbjährigen Dauerwahlkampf, der jetzt in Kärnten und Salzburg beginnt, sich in Oberösterreich und Vorarlberg fortsetzt und dann in der Steiermark, dem Burgenland und vor allem in Wien seinen Höhepunkt findet? Nicht ohne Grund begibt sich SP-Chef Werner Faymann persönlich nach Kärnten ins Wahlkampffinale.
Jetzt wirds brutal
Doch in der letzten Woche vor der Wahl werden jetzt freilich zwei Politbomben gezündet, die maßgeblichen Einfluss auf den Wahlausgang haben könnten. Denn: Die SPÖ wird ausgerechnet jetzt, im alles entscheidenden Wahlkampffinale, von der ARBÖ-Pleite eingeholt. Die Affäre um den im Juli 2008 in den Konkurs geschlitterten roten Kärntner Autofahrerklub reicht bis in das unmittelbare Umfeld des Spitzenkandidaten Reinhart Rohr.
Für die Kärntner Genossen kommt das einem Offenbarungseid gleich. Denn bis zuletzt wurde behauptet, es handle sich um "Intrigen", die lediglich von der Wiener ARBÖ-Spitze verbreitet würden.
Doch auch beim BZÖ läuft im Wahlkampffinale nicht alles nach Wunsch: Vor zehn Tagen hat der Kärntner Landesrechnungshof dem Kontrollausschuss des Kärntner Landtages einen politisch brisanten Rechnungshofbericht übermittelt. In diesem Prüfbericht geht es unter anderem um die Umfahrung Bad St. Leonhard. Zuständiger Verkehrsreferent ist Landeshauptmann Gerhard Dörfler. Die nur vier Kilometer lange Umfahrung soll unglaubliche 68,7 Millionen Euro kosten. Pro gebauten Straßenkilometer wären das schlappe 17,2 Millionen Euro.
Am Dienstag langte bei der Staatsanwaltschaft Klagenfurt gar eine anonyme Anzeige ein, die auch an die neue Wiener Antikorruptionsstaatsanwaltschaft gerichtet ist. Darin wird sogar der Verdacht der Bestechung erhoben.
Den ganzen Artikel lesen Sie im aktuellen NEWS 09/2009.
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