Sonntag, 1. März 2009

Neue politische Verhältnisse in Salzburg:
Kommt nun eine Schwarz-Blaue Koalition?

  • FP-Chef glaubt nicht an Einladung zu Gesprächen
  • Schnell will an Rolle der Kontrollpartei festhalten

Angesichts der sich in den Hochrechnungen abzeichnenden schwarz-blauen Mehrheit schließt der Salzburger ÖVP-Geschäftsführer Anton Santner die Bildung einer Koalition mit der FPÖ nicht aus. Das ÖVP-Präsidium werde Haslauer am Montagabend mit einem Verhandlungsmandat für die Gespräche mit den anderen Parteien ausstatten. "Es liegt an ihm. Wenn er das Mandat bekommt, selbstverständlich", sagte Santner auf die Frage der APA, ob auch eine schwarz-blaue Koalition denkbar wäre.

FP-Chef Karl Schnell rechnet allerdings nicht damit, dass ihn SPÖ oder ÖVP zu Gesprächen einladen. Sollte das doch der Fall sein, werde man sich das zunächst einmal anschauen. Er bleibt dabei, dass die FPÖ auch in den kommenden Jahren die Rolle als Kontrollpartei spielen werde. Mit dem Wahlergebnis zeigte er sich sehr zufrieden. Die von ihm ursprünglich angepeilten 15 Prozent nannte er nun nur noch ein "Traumziel": "Mit 13,5 Prozent werde ich mir nicht die Pulsadern aufschneiden."

Abwarten der Grünen
Grünen-Geschäftsführer Wolfgang Hirner plädierte angesichts der unterschiedlichen Hochrechnungen für Abwarten. "Wenn es so bleibt, haben wir drei Mandate und prozentuell zugelegt", sagte Hirner gegenüber der APA. Nun müsse man "schauen, ob der Trend hält". Alles weitere werde man am Dienstag im Parteivorstand beraten.

Auch ÖVP-Geschäftsführer Santner plädierte dafür, nun einmal das Ergebnis abzuwarten: "Die Hochrechnungen prognostizieren jede Minute ein anderes Ergebnis."
(apa/red)

1.3.2009 17:55