Sonntag, 1. März 2009

Burgstaller verteidigt geschwächt 1. Platz: SPÖ fährt Verluste von rund 6 Prozent ein

  • FPÖ eigentlicher "Wahlsieger": Rund 4 Prozent Plus
  • ÖVP landet mit nur einem Mandat hinter der SPÖ
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Gabi Burgstallers Stern ist ein wenig verblasst, für Platz eins in Salzburg leuchtet er aber noch genug. Die SPÖ fuhr bei der Landtagswahl knapp 40 Prozent der Stimmen ein und ist damit trotz Verlusten von rund sechs Prozentpunkten stärkste Kraft. Die ÖVP büßte etwa 1,5 Prozent ein, kam auf gut 36 und verkürzte damit den Abstand. Die FPÖ gewann stark dazu, die Grünen blieben stabil.

Die Mandatsverteilung ergibt nach derzeitigem Stand, dass neben einer Fortsetzung der Großen Koalition auch eine Zusammenarbeit von SPÖ oder ÖVP mit den Freiheitlichen möglich wäre. Weder Landeshauptfrau Burgstaller noch ÖVP-Landeschef Haslauer schlossen diese Option am Wahlabend explizit aus, betonten aber, zunächst miteinander Gespräche führen zu wollen. FPÖ-Landesobmann Schnell zeigte sich ohnedies beiden gegenüber abweisend.

Burgstaller "enttäuscht"
Burgstaller war vom Ergebnis "enttäuscht". Verluste habe man erwartet, da mit dem Auseinanderbrechen der FPÖ und den Problemen der ÖVP 2004 eine ganz andere Situation geherrscht habe, jedoch habe sie sich doch ein wenig mehr erwartet. Die ÖVP gewann durch das schwache Abschneiden der Sozialdemokraten sichtlich an Selbstvertrauen. Haslauer frohlockte, dass eine reine Sympathie-Politik wohl doch nicht genug sei. Für Burgstaller gebe es einen "massiven Vertrauenslust".

"Blaues Auge" für die Grünen
Mit einem blauen Aug' davongekommen sind die Grünen, die über sieben Prozent bekommen und somit ihr Ergebnis aus dem Jahr 2004 in etwa halten. Für das anvisierte dritte Mandat dürfte es aber nicht reichen. Nicht gereicht hat es am Sonntag für das BZÖ. Mit nicht einmal vier Prozent der Stimmen wurde der Einzug in den Landtag klar verpasst.

(apa/red)

1.3.2009 21:48