Freitag, 27. Februar 2009

Hoffnung auf ein "blaues Wunder": FPÖ
zu Wahlkampfschluss äußerst optimistisch

  • Kandidat Schnell zum Finale im Salzburger Bierlokal
  • Strache: "Werden in zehn stärkste Partei Österreichs"

Die Freiheitlichen gaben sich am beim Wahlkampfabschluss im Salzburger Stieglkeller siegesgewiss. "Wir werden Rot-Schwarz vor uns hertreiben und stärker werden", gab FP-Chef und Spitzenkandidat Karl Schnell als Parole für die Wahlen am Sonntag aus. "Der 1. März wird als blauer Sonntag in die Geschichte eingehen", verkündete Andreas Schöppl, Spitzenkandidat der Blauen in der Stadt Salzburg.

Rund 600 freiheitliche Anhänger waren zum Wahlkampffinale in das traditionsreiche Bierlokal gekommen. Schnell wiederholte in seiner kurzen Rede die wesentlichen Botschaften seines Wahlkampfs: "Wir wollen, dass unser Heimatland in unserer Hand bleibt." Schnell warnte vor dem Ausverkauf der Heimat, vor Ausländern, die "alle bei uns im Land sind und unsere Identität zerstören" und vor einem Ausverkauf des Wassers durch die EU. Um all das zu verhindern, müsse die FPÖ am Sonntag stärker werden.

Straches Starauftritt
Der eigentliche Star des Abends war aber nicht Schnell, sondern FP-Chef Heinz-Christian Strache, der von seinen Fans mit "HC"-Chören begrüßt wurde. Den Salzburger Wahlkampf streifte Strache nur am Rande ("Karl Schnell ist ein Arzt, der Salzburg wieder gesund machen wird"), er bot vielmehr eine zweite Auflage seiner politischen Aschermittwochsrede. "Wir gehen unseren Weg konsequent weiter und werden in zehn Jahren stärkste Partei in Österreich sein", rief Strache, bevor er sich mit "Österreich zuerst"-Chören nach einer mehr als einstündigen Rede von seinem Publikum verabschiedete.

Zuvor hatte er die Große Koalition auf Bundesebene als "Gammelfleischskandal" bezeichnet: altes, abgelaufenes Fleisch werde als eine neue Bundesregierung verkauft. Während für eine von der FPÖ geforderte massive Entlastung der Bevölkerung kein Geld da sei, werde es "Asylmissbrauchern" nachgeschmissen, wetterte Strache. Die Leistungsträger in Österreich würden ausgebeutet und die Bundesregierung gewähre verantwortungslosen Managern das ganze Jahr Schonzeit, verlangte der FP-Chef eine Deckelung der Managergagen.

Die FPÖ werde in Salzburg und Kärnten am Sonntag als Wahlgewinner hervorgehen, gab sich Strache zuversichtlich

(apa/red)

27.2.2009 09:50