Zwei A2-Brücken in Kärnten gesprengt:
Dörfler durfte roten Knopf nicht betätigen
- 19 Millionen für Generalsanierung der Südautobahn
- Landeshauptmann wollte die Sprengung auslösen

Auf der Südautobahn bei Velden sind zwei Brücken gesprengt worden. Die Sprengung erfolgte im Zuge der Generalsanierung eines drei Kilometer langen Autobahnabschnittes zwischen den Abfahrten Velden-Ost und Velden-West. Aus Sicherheitsgründen wurde die Autobahn in dieser Zeit für den gesamten Verkehr gesperrt.
Die beiden Brücken sind 155 bzw. 67 Meter lang. Der ganze Zauber dauerte lediglich vier Sekunden. Jede Brückenstütze wurde mit acht Bohrlöchern versehen, die Pfeiler wurden hintereinander gesprengt. Laut Sprengmeister wurde diese Vorgangsweise gewählt, damit die Brücken "wie ein Teppich nach unten klappen".
19 Millionen für Sanierung
Seit Mitte Februar wird an dem Autobahnabschnitt gearbeitet, insgesamt investiert die Asfinag rund 19 Millionen Euro in die Sanierung. Bis November sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Es handelt sich um das letzte Teilstück der Wörthersee-Autobahn, das generalsaniert wird, danach soll es für etwa 15 Jahre keine großen Baustellen mehr geben.
Die Sprengung rief auch Straßenbaureferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler auf den Plan. Er verabschiedete sich von der abschließenden BZÖ-Wahlkampfveranstaltung in Klagenfurt mit den Worten "Ich habe noch zwei Brücken zu sprengen". Sein Wunsch, den roten Knopf zu drücken, blieb ihm jedoch versagt. Laut einem Bericht der Zeitung "Die Presse" untersagte das Arbeitsinspektorat die Aktion mit dem Hinweis darauf, dass die Auslösung einer Sprengung einem befugten Sprengmeister vorbehalten sei.
(apa/red)
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