Samstag, 28. Februar 2009

Jetzt attackiert Jurist Mayer Lehrer scharf:
'Leistungsunwillige und Unfähige loswerden'

  • Immer noch keine Einigung zwischen SPÖ und ÖVP
  • Pröll kritisiert Vorgehensweise von Ministerin Schmied
    IHR KOMMENTAR zum Thema Mehrarbeit für Lehrer

Nun schaltet sich Experten in die Diskussion um die arbeitszeiten der Lehrer ein. Der Verfassungsrechtler Heinz Mayer hält die angekündigte Verlängerung der Unterrichtsverpflichtung um zwei Stunden für alle Lehrer für "fantasielos". Er verfolge die Diskussion mit einem "gewissen Unbehagen", weil sie "am Thema vorbei" gehe. Das eigentliche Problem besteht für den Verfassungsjuristen darin, dass man "leistungsunwillige und unfähige Lehrer" nicht losbringt.

Dabei gehe es nicht nur um die Beamten mit Kündigungsschutz, sondern auch um jene mit befristeten Verträgen. Die Personalvertretung stelle sich hinter solche Lehrer und der Landesschulrat wolle keinen Konflikt riskieren, schilderte Mayer eine aus seiner Erfahrung nicht seltene angewandte Praxis. Den einzigen Ausweg sieht er darin, die Personalpolitik aus dem politischen Einfluss herauszuholen. Die Personalvertretung müsse auf die Rolle der Mitsprache reduziert werden, es müsse eine klare Verantwortung geben.

Keine Annäherung
In der Frage der Anhebung der Unterrichtsverpflichtung hat sich auch in der Regierung keine Annäherung abgezeichnet. Bildungsministerin Schmied beteuerte, die Maßnahme koste keinen Lehrer den Job, und erhielt Rückendeckung von Kanzler und SPÖ-Chef Faymann. Finanzminister Pröll kritisierte die Vorgehensweise Schmieds, nicht aber die Idee selbst.

Pröll fordert von der Ministerin, sie solle nicht nur eine Verlängerung der Lehrverpflichtung um zwei Stunden, sondern ein Gesamtpaket für die Lehrer ausverhandeln. In Interviews für mehrere Zeitungen verlangt Pröll einen "Mix von Maßnahmen". Gleichzeitig stellt er klar, dass auch die Lehrer ihren Beitrag leisten werden müssen. Pröll bestätigt zwar, dass Schmied ihren Plan zur Erhöhung der Lehrverpflichtung in den Budgetverhandlungen angesprochen habe, er betont aber, dass es darüber keine Vereinbarung gebe.

381 Millionen einsparen
Schmied will durch die geplante Verlängerung jährlich 381 Millionen Euro einsparen. Diesen Betrag nennt sie in der Sonntag-Ausgabe der Tageszeitung "Österreich". Diese Mittel will Schmied in konkrete Projekte investieren. Als Beispiele nennt sie kleinere Klassen oder Kleingruppenunterricht.

Weiters sprach sie sich für bessere Tagesbetreuung und Deutschförderkurse aus. Der Verfassungsrechtler Heinz Mayer hält die angekündigte Verlängerung der Unterrichtsverpflichtung um zwei Stunden für alle Lehrer für "fantasielos". Er verfolge die Diskussion mit einem "gewissen Unbehagen", weil sie "am Thema vorbei" gehe, sagte Mayer am Samstag gegenüber der APA. Das eigentliche Problem besteht für den Verfassungsjuristen darin, dass man "leistungsunwillige und unfähige Lehrer" nicht losbringt.

Dabei gehe es nicht nur um die Beamten mit Kündigungsschutz, sondern auch um jene mit befristeten Verträgen. Die Personalvertretung stelle sich hinter solche Lehrer und der Landesschulrat wolle keinen Konflikt riskieren, schilderte Mayer eine aus seiner Erfahrung nicht seltene angewandte Praxis. Den einzigen Ausweg sieht er darin, die Personalpolitik aus dem politischen Einfluss herauszuholen. Die Personalvertretung müsse auf die Rolle der Mitsprache reduziert werden, es müsse eine klare Verantwortung geben.
(apa/red)

28.2.2009 17:20
mr.sauer, 01. 03. '09 11:08
Unfähige Lehrer_unfähige....
Es möge jene Berufsgruppe oder Firma aufzeigen, in der das KOMPLETTE Personal zu 100% top ist. (Politiker, Polizisten, Bankmanager?)
Aber eines ist fix. Jeder Lehrer, der diesen Beruf wegen " Hauptsache viele Ferien und sind eh nur 20 Stunden " ausübt wird, von den Schülern umgehends bestraft. Niemand unterscheidet "gute" und "schlechte" Leher schneller als Schüler. ("Schlechte" Lehrer sind in Kürze nervliche Wracks)
Zweitens: Es wäre nett, wenn Fr.Schmied ihre "Projekte" etwas konkretisieren könnte, da sonst die Erstellung von Lehrfächerverteilungen nicht möglich ist.
(Ich lese von Deutschkursen. - Was mache ich mit den überschüssigen Mathematiklehrern???)
Swirl, 28. 02. '09 19:01
Wertschätzung für fleißige, engagierte, kompetente PädagogInnen dringend nötig!
Zum Arbeitszeitvergleich mit LehrerInnen im EU-Ausland: In England, wo ich selbst unterrichtet habe, halten die LehrerInnen zwar mehr Unterrichtsstunden in der Klasse. Jedoch verrichten sie viel weniger Vorbereitungsarbeiten außerhalb der Unterrichtszeit. Sie haben keine Prüfungsangaben und Übungsblätter zur Schularbeits- und Abschlussprüfungsvorbereitung zu erstellen und vor allem keine Prüfungsarbeiten zu korrigieren, da dies an externe Prüfungskommissionen ausgelagert ist. Österreichische LehrerInnen leisten viel mehr administrative Arbeit und teils unbezahlte, zeitintensive Betreuung der SchülerInnen z.B. Sprachwochen im Ausland und - mangels staatlicher Unterstützung - oft soziale bzw. psychologische Betreuung außerhalb des Unterrichts. Warum Bestrafung? Sie verdienen Wertschätzung!
Iluana, 28. 02. '09 11:14
Dagegen, die zweite
Fehlverhalten hat also keine Konsequenzen mehr. Lehrer können sich nicht wehren und müssen alles ertragen. Das muss man mal aushalten!
Dazu kommt, dass viele Schüler in den kooperativen Mittelschulen scheinbar besser benotet werden, als ihr Wissen tatsächlich verdient. Wenn sie danach in ein Gymnasium oder eine Handelsakademie wechseln, weisen die Zeugnisse in vielen Fällen plötzlich fast durchgängig negative Benotungen auf. Da kann doch an der Qualität etwas nicht stimmen! Für mich wäre es also wichtiger die Qualität zu fördern und nicht die Quantität. Auch für die Lehrer! Es macht überhaupt keinen Sinn am falschen Platz zu sparen.
Iluana, 28. 02. '09 11:13
Dagegen
Um es vorweg zu nehmen: Ich bin keine Lehrerin. Dennoch bin ich dagegen, dass LehrerInnen 2 Stunden mehr in der Klasse verbringen müssen. Der einfachste Grund dafür ist, dass eigentlich allen klar sein muss, dass sich die Arbeitszeit der Lehrer nicht auf die Anwesenheit in der Klasse beschränkt. Aber es gibt einen noch wesentlich wichtigeren Grund und das ist die Belastung, die die Lehrer ertragen müssen. Ich habe beruflich mit Jugendlichen, hauptsächlich mit nicht deutscher Muttersprache (obwohl diese bereits in Wien geboren wurden!), zu tun. Ich sehe deren Zeugnisse und ich sehe deren Verhalten. Das Problem ist, dass Vergehen von Schülern in keiner Weise sanktioniert werden kann.
pueppsen, 28. 02. '09 11:07
Vollzeit-Job Teil 2
Wenn Frau Minister Schmied behauptet, dass man im C-Topf Stunden einsparen kann, damit die Lehrer mehr „in der Klasse stehen“, so frage ich mich, was wir wohl in Zukunft aus unserem Tätigkeitsbereich streichen sollen: Konferenzen? Elterngespräche? Oder gar Schulveranstaltungen?

Seit Jahren wird in den Medien versucht, den Lehrerjob entgegen besseren Wissens mit Hilfe unrichtiger Zahlen als eine Halbtagsbeschäftigung darzustellen. Und wie wunderbar – die Volksseele kocht, die Auflage ist wieder ausverkauft und die Nation hat die Lehrer zu ihren Buhmännern erkoren!



Was jedoch übersehen wird: Wir Lehrer sind ja nur die erste Berufsgruppe, die diese Vorgangsweise trifft – wenn sich das durchsetzt, ist die generelle Arbeitszeiterhöhung nicht mehr weit!
zei263, 28. 02. '09 12:30
Re: Vollzeit-Job Teil 2
zum Schluss: da ist was dran, Pröll hat war ja nicht über Schmied, sondern ihr Nicht-einhalten des Stillschweige-Abkommens über die neuen Budgetbelastungen erzürnt...
Liebe MitbürgerInnen! Merkt Ihr nicht, welch böses Spiel des Auseinanderdividierens da halt bei den Lehrern begonnen wird. Morgen sind es dann die Polizisten, Finanzangestellten, Frisörinnen, Apotheker, ...

Und noch etwas: Den Schulen wurde und wird von den Eltern immer mehr Erziehungsarbeit (Heimat- und Staatsbürgerkude, Sexualkunde, soziales Lernen, Tag der Frau, Tag des Waldes, Tag der ...) zugeteilt, bei der Bezahlung der Lehrer geht's aber dann nur um "Unterrichts"-zeit.
pueppsen, 28. 02. '09 11:06
Vollzeit-Job - Teil 1
Lehrer ist ein Vollzeit-Job. Wer das nicht glaubt, ist eingeladen, sich das einmal persönlich anzuschauen. Gerade in der Pflichtschule ist der Unterricht mit großem Aufwand verbunden – wir praktizieren ja alle bereits offene Lernformen, die ausgesprochen hohe Vorbereitungsarbeit erfordern. Wir versuchen, auf jedes Kind individuell einzugehen und es bestmöglich zu fördern. Wir führen unendlich viele Elterngespräche und leisten enorme Erziehungsarbeit. Wir organisieren Schulfeste, Theateraufführungen, Wander- und Projekttage und Schullandwochen. Das Problem bei unserem Beruf ist, dass man die Arbeit, die neben unserer Unterrichtsverpflichtung vollbracht wird, nicht sehen kann.
zei263, 28. 02. '09 10:07
10%
Wenn Lehrer 10% mehr in der Klasse stehen (bei gleicher Stundenzahl für die Schüler), sind 10% der Lehrer unnötig. Den selben Solidaritätsbeitrag könnte ja unsere Regierung leisten: 10 % weniger Regierungsmannschaft. Herr Faymann und Frau Schmied gehen Sie mit gutem Beispiel voran und sparen Sie sich ein!
write, 28. 02. '09 08:26
Ausruhen..
Kein Mensch sollte wegen der Diskussion um 2 Unterrichtsstunden (die ja auch nicht zusätzlich sondern als Verschiebung gedacht sind) alle Lehrer an den Pranger stellen!
Das tun sie aber leider selbst!
Es wirkt lächerlich und absurd, darum so ein gewerkschaftlich inszeniertes Theater zu machen.
Und es wirkt, als ob Lehrer ausser 20 Unterrichtsstunden nichts arbeiten!
Lehrer sollten eigentlich eine gewisse Form von Intelligenz haben (das war noch nie die Stärke vom ausgefressenen Neugebauer) und nicht so unsinnig reagieren. Was ist dabei, statt 2 Stunden Gangaufsicht oder Besprechung über Schulsskiskurs oder Wandertag zu unterrichten?
Nichts- absolut nichts!
Und wer das nicht kann oder will kann ja gehen- es gibt und es wird genug geben die den Job gerne machen möchten.
arlena, 28. 02. '09 09:26
Re: Ausruhen..
ausruhen tut gewiss kein lehrer. viel wichtiger als diese dumme diskussion wäre eine gleichbehandlung aller pädagogen. würde man auch die ahs und bhs-lehrer (eir die pflichtschullehrer auch) 21 stunden in die klasse stellen, dann wäre ein erster schritt getan. auch sollte die ausbildung einheitlich erfolgen, nicht wie derzeit an hochschule und uni. letztendlich schmeißt die (anscheinend schlecht informierte) presse alle in einen topf: die guten, die bösen, faden, die fortbildungswilligen, vom kleinen volksschullehrer bis hin zu den ganz großen uniprofessoren, mixt sie brav durch und unterstellt ihnen medial, nichts zu tun. das nächste problem ist, dass sämtliche schulaufsichtsbeamte ja auch noch vom dienstpostenplan herunternaschen, obwohl sie dort eigentlich nichts verloren hätten.
etceterum, 28. 02. '09 09:29
Re: Ausruhen..
Wer so argumentiert, hat keine Ahnung, wie der Dienstpostenplan erstellt wird. Der orientiert sich nämlich ausschließlich an den Schülerzahlen. Das heißt, stehen AHS- Lehrer nun 22 Stunden in der Klasse, wogegen ja nichts spricht, dann müssten auch die Wochenstunden in den Klassen erhöht werden, damit die SCHÜLER was davon haben. Ansonsten vernichtet man mit einem Schlag viele Junglehrerarbeitsplätze und die Schüler haben nichts davon. Da geht es nicht um Gangaufsicht, etc., das ist beinharter Fakt. Bitte sachlich bleiben! Dass sich in der Schule allgemein was ändern muss, wissen die Lehrer auch, aber da braucht es noch viel anderes, wie z.B. zumutbare Arbeitsplätze in der Schule! ( Mit einem Schreibtisch und funktionierendem PC wären viele Lehrer froh, in der Schule bleiben zu können).
molstef, 28. 02. '09 09:40
Re: Ausruhen..
Das Problem ist,dass alle Österreicher Bildungsexperten sind weil sie alle einmal in der Schule waren und sicher auch Lehrer gehabt haben, über die sie sich geärgert haben. Jetzt besteht die Möglichkeit sich über die öffentliche Meinung zu "rächen". Ich würde mich nicht trauen über andere Berufsgruppen, deren Arbeitsbedingungen ich nicht kennen, zu urteilen. Eines sollte jedoch auch dem Laien verständlich sein. Was soll es heißen"die Gesamtarbeitszeit bleibt gleich, Lehrer sollen nur 2 Studen mehr in der Klasse stehen"? 2 Studen mehr bedeutet eine weitere Klasse zu unterrichten. Gibt es für diese jetzt keine Vorbereitung, Evaluation, Elterngerspräche, Schularbeitsverbesserungen... ? Es ist eine Erhöhung um 4 Stunden und 80% der Lehrer arbeiten jetzt bereits mindestens 40 Stunden/Woche!
molstef, 28. 02. '09 09:45
Re: Ausruhen..
Nichts ist dabei statt 2 Stunden Gangaufsicht und Skikursbesprechungen zu unterichten. Außer, dass sich die halbwüchsigen auf den Gängen prügeln und halb erschlagen und es keine Skikurse, Gangaufsichten, Projekte, Exkursionen, Planungen für innovative neue Unterrichtformen... mehr geben wird. Soviel zu Bildungsoffensive und zu Qualitätssteigerung.
write, 28. 02. '09 11:36
Re: Ausruhen..
Eines ist auch noch wichtig, sehr wichtig!
Es gehört unbedingt auch in den völlig inkompetenten Landeschulratsinstitutionen aufgeräumt!
So eine Anhäufung von unfähigen Flaschen wie dort (z.B. in St. Pölten) nur durch Protektionismus und durch Parteibuch sitzen ist eigentlich unbeschreiblich. Keine Ahnung von Erlässen des Ministeriums, die Landesschulinspektoren verschlampen Jahrelang die Veröffentlichung von Erlässen und damit die Rechtskraft.
Es kann sich auch nichts bei Lehrerinformation und Weiterbildung tun, solange diese Bildungsverhinderer in Amt und Würden sind.
Wie bei der Mafia, St. Pölten ist Sizilien!
Ulf01, 28. 02. '09 07:44
Politik
Ich habe immer schwarz gewählt. Wenn die Övp jetzt meint sie muß sich ausgerechnet für jene stark machen die weniger leisten als jeder Andere in diesem Land werde ich in Zukunft mein Kreuzerl woanders machen. Und offensichtlich bin ich mit dieser Meinung nicht allein. Wie weit will die ÖVP denn noch absacken?
etceterum, 28. 02. '09 11:15
Re: Politik
Was bitte arbeiten Sie? Sie sind herzlich eingeladen eine Woche in einer Schulklasse zu verbringen. Jede Mutter, die mich auf Lehrausgängen begleitet, fragt mich hinterher, wie wir das täglich aushalten. ( Wir sind dafür ausgebildet und tun das auch gerne!) Das sagt Ihnen eine Volksschulehrerin mit guten Nerven, Humor, über 50, fotbildungswillig, liebt Kinder, ist auch Mutter und Oma (kennt so alle Facetten) und bezahlt sich unter vielem anderen auch viel Unterrichtsmaterial selber, weil dafür sonst kein Geld da ist! Es lebe der Idealismus, und dafür dürfen wir uns auch von allen seit Jahrzehnten prügeln lassen! Bravo!!!
alikrok49, 28. 02. '09 00:43
Fragt das Volk
Als langgedienter AHS-Lehrer bin ich von den Umfragen zur Lehrer-Mehrarbeit tief beeindruckt. Ich schlage eine weitere Befragung vor, welche klären soll, ob die Österreicher mit einer 20-prozentigen Kürzung der Politikergehälter einverstanden sind. Sollte auch hier die Zustimmung einer Mehrheit gegeben sein und in der Folge umgesetzt werden, bin ich gerne zu dem von meiner obersten Dienstgeberin eingeforderten Solidarbeitrag bereit.
pgj99, 27. 02. '09 21:21
Keine Kündigungen?!?!?
Ich bin ein Lehrer der zu 100% gekündigt wird wenn diese Regelung auf uns zu kommt.(am 26 02 2009 habe ich eine EMail von der Frau Ministerin bekommen wo dies abgestritten wird, am 27 02 2009 wurde mir in meiner Schule bestätigt, dass ich, wenn diese Regelung kommt gekündigt werde). Das wäre nicht einmal so schlimm für mich, leider muß ich 2 Maturaklassen zurücklassen, die ich zwar 3 Jahre unterrichten durfte, nun aber bei mir nicht mehr zur Matura antreten können! Soll das jetzt wirklich eine Qualitätsverbesserung im Unterricht darstellen? Ich bin übrigens nicht alleine, in unserer Schule würden durch diese neue Regelung 2-3 Junglehrer Ihren Job verlieren!
DH84, 27. 02. '09 18:00
Die Strategie funktioniert...
Kaum hören einige das Wort "Lehrer", kommt es nur noch zu Beschimpfungen. Wer nicht weiß, wieviel ein Lehrer arbeitet, sollte sich besser erst mal informieren. Dass ältere Lehrer nicht mehr so viel Arbeitszeit haben wie jüngere ist wohl normal und auch in allen anderen Berufen so. Man will etwas durchsetzen und beginnt geschickt mit den Lehrern! Die werden sowieso von allen gehasst, das könnte funktionieren. Denkt mal nach, bevor ihr euch für etwas entscheidet. Und dann die Leute, die auch noch finden, dass Lehrer 40 Stunden in der Schule unterrichten sollen!!! Wie soll denn das gehen? Ein Junglehrer braucht teilweise für eine Stunde in der Klasse 5 Stunden Vorbereitung! (aber im Schnitt sicher 2h) Ja, manche bereiten sich genau vor! Von wegen 20 Stunden in der Woche.
kati666, 27. 02. '09 19:09
sehr geehrte ex-bankerin und leider nein-schulexpertin!...
sowas kann nur von einer ex-bankerin kommen! wenn schmieds schmiedln unser schulsytem einmal genau analysieren würden (genau nicht wie schmieds ehemalige kollegen aus der bank!!!), dann würden sie feststellen, dass unser schulsytem top ist... Schmieds selbsternannter schulexperte salcher (der glaubt unsere lehrer machen depperln aus den so talentierten schülern und das auch noch medial wirksam bestens für seine konto verkauft...) erblödet sich am ruden tisch im orf sogar zu sagen, wir müssen jetzt alle in diesen zeiten den gürtel enger schnallen, weil banker gezockt haben.. nein sicher nicht bei der bildung.. da werden wir die millionen die wir als steuerzahler sauer verdient haben nicht schmieds ex-kumpanen in den rachen werfen und tausende lehrerstellen abbauen - denn genau darum geht´s!
write, 27. 02. '09 19:47
Re: Die Strategie funktioniert...
Es geht nicht gegen die Lehrer, wenn sie verpflichtet werden 2 Stunden länger in den Klassen zu unterrrichten! Sie brauchen ja nur etwas weniger beim Kaffeetrinken im Lehrerzimmer etc. verbringen.
Ich habe auch überhaupt nichts gegen alle Lehrer, nur gegen pädagogische Zombies die mit Wissen aus den 50er Jahren ohne Willen zur Weiterbildung auf unsere Kinder losgelassen sind.
Das ist vergleichbar mit einem Bürogeräte Mechaniker, der nur elektrische Schreibmaschinen, aber keine Computer reparieren kann da er sich weigert die Grundlagen dafür noch dazu zu lernen.
Diese Lehramtszombies- meist auch nocht pragmatisiert- gehören entsorgt...und zwar schleunigst!
Salcher empfinde ich als Dampfplauderer- ein Häuptling große Lippe der sich wichtigmacht...
Mannix, 27. 02. '09 17:53
Ich bin auch kein Lehrer
Die Forderung ist, dass die Lehrer innerhalb ihrer 40 Wochenstundenverpflichtung 2 Stunden mehr in der Klasse bei den Schülern sein sollen. Derzeit haben Lehrer die Verpflichtung von den 40 bezahlten Wochenstunden, 20 Stunden in der Klasse bei den Schülern zu verbringen. Ich glaube daher, dass dies möglich sein sollte. Niemand verlangt von den Lehrern, dass sie 2 Stunden ohne Bezahlung leisten sollen. Im Moment habe ich den Eindruck, dass die Lehrergewerkschaft wieder einmal zu Lasten der Schüler und Ausbildung voll auf der Bremse steht. Immer nur von Einsparungen zu reden (insbesondere die ÖVP) und wenn es das eigene Klientel betrifft (Neugebauer ist Gewerkschaftsvorsitzender) einen Streik zu fordern ist eindeutig zu wenig.
clsc, 27. 02. '09 18:25
Re: Ich bin auch kein Lehrer
und wieviele unterrichtsstunden haben sie schon vorbereitet und unterrichtet, wenn sie so genau wissen wie es funktioniert? wie lange dauert eine korrektur von einer problemarbeit eines schülers der oberstufe in einer fremdsprache?hat die frau minister entschieden, dass diese übungen jetzt kürzer ausfallen müssen, wenn 2,2 stunden weniger zeit dafür vorhanden sind?
donau123, 27. 02. '09 17:20
Ich bin kein Lehrer
Diese Mehrverpflichtung von den Lehrern zu mehr Stundenleistungen ist ja brandgefährlich, denn dann kann man ja das Modell mit den selben Argumenten wie "Solidarität und sparen" bequem auch auf andere Berufsgruppen umlegen. Nicht umsonst ist Leitl von der Wirtschaftskammer dafür. Leute, denkt ein wenig nach, hier geht es nicht darum auf die Lehrer loszugehen ("die haben ja so viel frei") sondern das hat ja Methode. Die Frau Ministerin meinte zwei Stunden tun niemand weh, na klar es tun auch zehn Stunden niemand weh wenn man es so sieht. Doch wer würde schon gerne für das selbe Geld mehr Arbeiten? Keiner von uns, auch nicht die Frau Minister und Ihre Kumpane.
sallwoll, 27. 02. '09 17:18
... hallo kuschelkurs...
ob die aktion der frau ministerin den genossen in kärnten was bringen wird wissen wir am sonntag abend