Freitag, 27. Februar 2009

Scharfe Kritik an 'verfehlter Budgetpolitik':
Gewerkschaft bläst zum Sturm auf Schmied

  • Fritz Neugebauer bekräftigt das "Njet" seiner Partei
  • Zwei Stunden mehr Arbeit: "Mit Sicherheit nicht"
    IHR KOMMENTAR: Sollen die Lehrer mehr arbeiten?

Der Vorsitzende der Gewerkschaft des Öffentlichen Dienst und zweite Nationalratspräsident, Fritz Neugebauer, hat das "Njet" seiner Partei zu den Plänen von Unterrichtsministerin Claudia Schmied, die Unterrichtsverpflichtung aller Lehrer um zwei Stunden auszuweiten, bekräftigt. "Das wird mit Sicherheit nicht stattfinden", sagte Neugebauer und warf Schmied "verfehlte Budgetperspektiven" und Planung vor.

Es gebe ein Globalbudget, das habe Schmied zu verantworten, und dort habe sie alles unterzubringen. "Für verfehlte Budgetperspektiven der Ministerin werden nicht die Mitarbeiter herhalten", sagte Neugebauer im ORF-Morgenjournal. Eine Lehrer-Arbeitszeitstudie aus dem Jahr 2000 beweise, dass Lehrer in Summe über das ganze Jahr gerechnet mehr als 40 Stunden die Woche arbeiten.

"Wenn sie die pädagogische Situation an den Schulen kenne, mit Überfrachtung der Erziehungsaufgaben, dem Ruf nach mehr Lehrern für kleinere Klassen, eine intensivere Zuwendung an den einzelnen Schüler und dann kommt plötzlich eine Botschaft, wir hauen 10.000 raus, nur weil wir einsparen müssen, dann hat ganz einfach die Budgetvorsorge und Planung der Ministerin nicht funktioniert", sagte Neugebauer. Wenn man die Belastungen der Lehrer sehe und welche Burn-Out-Syndrome es gebe, "dann widerspricht diese Maßnahme der Schulrealität", so der Chef der Beamtengewerkschaft.
(apa/red)

27.2.2009 07:34