Schakfeh steht im Kreuzfeuer der Kritik:
Rücktrittsaufrufe nach Lehrer-Absetzung
- IGGiÖ-Präsident setzte kritischen Islam-Lehrer ab
- Grüne, BZÖ und FPÖ fordern Rücktritt von Schakfeh

Nachdem er im "Standard" den Islam-Unterricht an Österreichs Schulen kritisiert hat, ist dem in Feldkirch unterrichtenden islamischen Religionslehrer Aly El Ghoubashy von der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGiÖ) die Unterrichtserlaubnis entzogen worden. Grüne, FPÖ und BZÖ forderten den Rücktritt von IGGiÖ-Präsident Anas Schakfeh. Auch die SPÖ übte Kritik.
Er kenne El Ghoubashy und dessen "aufgeschlossenen und sehr zeitgemäßen Unterricht" persönlich, meinte der Grüne Bildungssprecher Harald Walser, ehemaliger Direktor der AHS in Feldkirch. Er fordert die sofortige Rücknahme des Entzugs der Lehrerlaubnis und Konsequenzen für den Leiter des islamischen Schulamtes: "Anas Schakfeh ist nach dieser Aktion als Leiter des Schulamtes nicht mehr tragbar." Die FPÖ und das BZÖ haben ihre Forderungen nach einem Rücktritt Schakfehs anlässlich des Vorfalls erneuert.
Auch die SPÖ übte Kritik an der Entlassung. Es könne nicht sein, "dass sachlich argumentierende Kritiker von der Islamischen Glaubensgemeinschaft offenbar mundtot gemacht werden", so SPÖ-Bildungssprecher Elmar Mayer.
"Gesamte Community schlecht gemacht"
Schakfeh rechtfertigte seine Entscheidung. El Ghoubashy habe die gesamte Community schlecht gemacht. Das könne die IGGiÖ nicht hinnehmen, sagte Schakfeh.
El Ghoubashy hatte den Gastkommentar mit den Worten eingeleitet: "Der Islamunterricht wäre eine gute Gelegenheit, um die jungen Muslime in der Gesellschaft zu integrieren. Leider haben wir Muslime diese Möglichkeit nicht ernst genommen und deshalb verpasst." Der Vorarlberger Gymnasiallehrer sieht die Schuld auch bei der Islamischen Glaubensgemeinschaft bzw. deren Schulamt, der islamischen Pädagogischen Akademie in Wien. Er will sich wegen des Unterrichtsverbots nun an die Gewerkschaft wenden, wie das Ö1-Mittagsjournal berichtete.
(apa/red)
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