Ex-EU-Kommissar Fischler ist besorgt:
"Bewältigt Union die Krise nicht, ist sie tot"
- NEWS: Forderung nach kontinentalem Kassasturz
- Neuen Rahmen für die Finanzwirtschaft schaffen

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Milliardenkredite
EU gibt grünes Licht für knapp vier Milliarden Euro
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Entwurf soll Regierungs- chefs vorgelegt werden
Österreichs ehemaliger EU-Kommissar Franz Fischler ist in Sorge um die Union. In der jüngsten Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS erklärt er angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise: "Die EU wird die Wirtschaftskrise bewältigen müssen. Würde man an dieser Frage scheitern, wäre das Projekt der Europäischen Union gescheitert."
Fischler fordert einen "kontinentalen Kassasturz", damit die Politik überhaupt einmal wisse, was Sache ist oder ob es noch Leichen im Keller gäbe. Dann müssten in der Finanzwirtschaft neue Rahmen, neue Regeln, eine neue Finanzordnung geschaffen werden: "Eine klare Satzung, was Banken dürfen und was sie nicht dürfen."
Die Frage, ob Österreichs Politik ausreichend gut auf die Krise reagiere, beantwortet Fischler im NEWS-Interview so: "Ich orte durchaus positive und gut gemeinte Absichten, aber gleichzeitig einen gewissen Dilettantismus in der Art und Weise, wie man versucht, sie umzusetzen. Ich glaube, dass eine gewisse Professionalisierung des politischen Handelns angebracht ist." Dass die Großparteien noch immer keine Spitzenkandidaten für die EU-Wahlen im Juni nominiert und die SPÖ bereits auf ihren EU-Kommissarsanspruch verzichtet habe, kommentiert Fischler eher gallig: "...das spricht ohnehin für sich."
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