"Josef F. ist höflich, ruhig und korrekt":
U-Häftling in St. Pölten wartet auf Prozess
- Immer noch großes Risiko für seine Sicherheit
- Sucht keinen Kontakt zu anderen Gefangenen
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Josef F. wirke "ruhig". Er sei "unauffällig, höflich und korrekt" und "sehr angepasst". So beschrieb der Leiter der Justizanstalt St. Pölten, Oberst Günther Mörwald, den Untersuchungshäftling Josef F. Der 73-Jährige muss sich ab 16. März vor Gericht verantworten.
Wecken um 6.00 Uhr, Frühstück, Morgentoilette: So beginnt der Alltag in der Justizanstalt - auch für Josef F., der sich mit einem zweiten Insassen einen etwa zwölf Quadratmeter großen Haftraum teilt. Es besteht generell die - rechtliche - Möglichkeit, Radio zu hören oder fernzusehen. Außerdem gibt es Zeitungen und Zeitschriften sowie die Möglichkeit, sich Bücher aus der Anstaltsbibliothek zu leihen. Der Amstettner habe bisher keine Sonderwünsche geäußert, Kontakt pflege er hauptsächlich mit seinem Anwalt, so Mörwald.
Kein Kontakt zu Insassen
Nur fallweise nehme Josef F. die Gelegenheit zu einem Spaziergang im Hof wahr. Zu anderen Insassen suche er keinen Kontakt. Er beteilige sich auch nicht an Freizeitgestaltung, was der Anstaltsleitung entgegenkommt. Kontakte würden aus Sicht der Justizwache grundsätzlich möglichst hintangehalten, verwies Mörwald auf die gesetzliche Verpflichtung, für die Sicherheit eines Häftlings zu sorgen. Es gehe um den sachlichen und professionellen Umgang mit Josef F., der die gleichen Rechte und Pflichten wie jeder andere U-Häftling habe. Entgegen mancher Medienberichte in der Vergangenheit "gab es keinerlei Vorfälle oder Angriffe von anderen Insassen", erklärte er dezidiert: "Das war erfunden."
(apa/red)
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