Starke Sprüche beim FPÖ-Aschermittwoch:
Verbaler Rundumschlag der Freiheitlichen
- Mölzer verlangt 'brutalen Denkzettel' für Regierung
- BZÖ als "orange Wendehalstruppe" bezeichnet
·Auch Grüne üben
sich in Populismus
Peter Pilz und sein Linzer
Gegen-Event zur FPÖ
·Munteres Geplänkel
vor Wahl in Kärnten
Parteien legen sich noch
nicht auf Koalitionen fest
·F-Mandatar macht
im Internet Furore!
VIDEO: Skurrile Rhetorik-
stunde à la Karl Schwab

In der ausverkauften Jahnturnhalle in Ried im Innkreis hielt die FPÖ ihre traditionelles Aschermittwochs-Treffen. Gegendemonstranten gab es trotz des Gastredners Filip Dewinter, Fraktionsvorsitzender des rechtsextremen flämischen Vlaams Belang, nicht. Lediglich eine lokale Künstlergruppe verteilte Gedichte von Erich Fried.
Unter dem Applaus ihrer Anhänger zogen dann Strache sowie Landesparteiobmann Lutz Weinzinger, der EU-Abgeordnete Andreas Mölzer, der Spitzenkandidat für die oberösterreichische Landtagswahl, Manfred Haimbuchner, in die mit blauen Luftballons geschmückte Halle ein. Unter den Gästen war außerdem der dritte Nationalratspräsident Martin Graf.
"Das eigene Volk zuerst"
Die FPÖ und seine Partei würden das sagen, was die Menschen in Europa "im Stillen denken", erklärte Dewinter: "Das eigene Volk zuerst." Die rechten europäischen Parteien sollten "eine Internationale der Nationale bilden, um das Trojanische Pferd des Islam draußen zu halten". Die Begrüßungsworte des Belgiers wurden immer wieder von tosendem Applaus unterbrochen.
"Heute sind die ausgelassenen Narren von gestern nur mehr reuige Sünder", hatte Andreas Mölzer zuvor in seiner Rede erklärt. Man brauche Galgenhumor, wenn man an die Zustände in der Europäischen Union denke, so der freiheitliche EU-Mandatar, der auf die Finanzkrise und die Osterweiterung verwies und vor und einer "Islamisierung Europas" warnte. SPÖ-Kanzler Faymann und ÖVP-Vizekanzler Pröll wollten der Bevölkerung weismachen, dass sie von der EU profitiere. Bei der Europawahl im Juni müsse es einen "brutalen Denkzettel" geben, betonte Mölzer.
Burka für grüne Politikerinnen
Der einzig reizvolle Gedanke an einem baldigen EU-Beitritt der Türkei wäre, dass dann die grünen Politikerinnen Eva Glawischnig, Terezija Stoisits und Ulrike Lunacek eine Burka tragen müssten. Die zeitgleich stattfindende Veranstaltung der Grünen in Salzburg dürfte so lustig sein wie ein Requiem im Stephansdom, die Trauerfeier für Breschnew oder das Sonntaghauptabendprogramm des ORF, so Mölzer. Das BZÖ nannte er eine "orange Wendehalstruppe".
(apa/red)
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