Raiffeisen-Generalanwalt plädiert im NEWS für Gelassenheit: "Es war die große Gier!"
- "Wirtschaft hat den Zweck den Menschen zu dienen!"
- Schließt Verstaatlichung österreichischer Banken aus

Trotz der jüngsten Horrormeldungen von der Wiener Börse, die eine rasante Talfahrt diverser Bankaktien aus ihren Ost-Geschäften verkündet, plädiert Raiffeisen-Generalanwalt Christian Konrad für Gelassenheit. In der jüngsten Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS sagt Konrad: "Wirtschaften spielt sich vor allem im Kopf ab! In Erwartungshaltungen. Gerade für Bankverantwortliche, die vom Vertrauen der Kunden leben, ist es notwendig zu zeigen, dass wir uns auf einer sehr sicheren Position wissen." Um seinen Raiffeisenkonzern brauche man sich "absolut keine Sorgen" machen: "Wir sind so aufgestellt, dass wir die zu erwartenden Risken aus Eigenem verkraften werden."
Scharfe Worte findet Konrad hingegen über die Gründe der weltweiten Finanzkrise: "Ein Verlust von Werten, ein Verlust von Ordnung, mit unglaublicher Gier dahinter... Ein Fehlen jeglichen Verantwortungs-Bewusstseins... Wirtschaft hat in Wahrheit doch nur den Zweck, den Menschen zu dienen und zu nutzen - und nicht umgekehrt! Das ist völlig verloren gegangen."
Im NEWS-Interview schließt Konrad zudem eine diskutierte Verstaatlichung österreichischer Banken aus und gibt sich vorsichtig optimistisch, dass die Talsohle der Finanzkrise schon ab dem Sommer durchschritten sein würde und 2010 wieder erstes Wirtschafts-Wachstum sichtbar sein könnte. Als "völlig unverständlich" bezeichnet er die Haltung der EU, vorerst keinen "Finanzschirm" für Länder in Osteuropa aufspannen zu wollen, so wie das Österreichs Regierung vorgeschlagen hat.
Das ganze Interview finden Sie im aktuellen NEWS 08/2009.
