RZB erhält 1,75 Mrd. Euro Staatsbeihilfe:
Tilgungsfrist wohl auf zehn Jahre gestreckt
- profil-Interview mit RZB-Chef Walter Rothensteiner
- RZB hat Raiffeisen-International-Anteil aufgewertet
In einem Interview in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" kündigt RZB-Generaldirektor Walter Rothensteiner den Abschluss der Verhandlungen mit der Republik zur Aufnahme staatlichen Partizipationskapitals an: "Ich gehe davon aus, dass wir das binnen eines Monats finalisiert haben." Die Bank will sich 1,75 Milliarden Euro zu acht Prozent jährlich auf vorerst fünf Jahre ausleihen. "Sollten wir wider erwarten nicht in der Lage sein, das Kapital zurückzuführen, gibt es mehrere Optionen. Eine wäre es, die Laufzeit des staatlichen Kapitals auszudehnen. Theoretisch sind ja bis zu zehn Jahre möglich. Dafür müssten wir aber noch höhere Zinsen zahlen", so Rothensteiner.
Angesprochen auf den drohenden ukrainischen Staatsbankrott und die Folgen für Raiffeisen International meint Rothensteiner im "profil"-Interview: "Das würde die Bilanz unserer lokalen Tochterbank belasten, uns aber insgesamt nicht ins Wanken bringen." Der Kursverfall der Aktien von Raiffeisen International wird offenbar keinerlei Auswirkungen auf den Einzelabschluss der RZB für das Jahr 2008 haben. Die RZB hat ihren rund 69-prozentigen Anteil vielmehr aufgewertet. Rothensteiner: "Ja, wir haben ein wenig aufgewertet. Wir hatten Raiffeisen International zuvor deutlich niedriger als zum Börsekurs in den Büchern, jetzt sind wir eben darüber."
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