Opel in Deutschland macht nicht dicht:
Rüttgers holt sich Zusicherung aus Detroit
- Unternehmen muss Sanierungskonzept vorlegen
- In Deutschland beschäftigt Opel 25.000 Menschen

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General Motors hat bisher keine Pläne, Opel-Standorte in Deutschland dicht zu machen. Das teilte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Rüttgers in Detroit nach einem Gespräch mit GM-Chef Wagoner mit. Opel Europe werde nach dem Willen der GM-Spitze in den nächsten Wochen einen Plan zur langfristigen Sanierung des Unternehmens ausarbeiten.
Opel betreibt in Deutschland Werke in Rüsselsheim, Bochum, Kaiserslautern und Eisenach mit zusammen mehr als 25.000 Beschäftigten. "Es ist uns ein Stein vom Herzen gefallen", sagte Rüttgers. Er habe deutlich machen können, dass Voraussetzung für eine Staatshilfe der Erhalt der deutschen Werke sei. Nordrhein-Westfalens IG-Metall-Bezirksleiter Burkhard, der an dem Gespräch teilgenommen hatte, zeigte sich ebenfalls zufrieden. "Wagoner ist offen für eine Beteiligung Dritter und eine Herauslösung von Opel", sagte er.
Betriebsrat erleichtert
Der Bochumer Opel-Betriebsratsvorsitzende Einenkel begrüßte die Nachrichten aus den USA. Sie gäben den Belegschaften "ein gewisses Maß" an Sicherheit. "Das bestätigt, dass die Gerüchte, GM werde den Opel-Standort in Bochum schließen, nicht stimmen." Zugleich bekräftigte er, dass Opel aus GM herausgelöst werden sollte. "Wir sollten die Chance bekommen, unseren eigenen Weg zu gehen", sagte Einenkel.
Der langfristige Sanierungsplan könne viele Optionen vorsehen, sagte Rüttgers - unter anderem den europaweite Neuzuschnitt von Opel unter Hereinnahme von Vauxhall und Saab, um dem neu aufgestellten Unternehmen eine wettbewerbsfähige Größe zu geben. Auch die Beteiligung anderer Industrieunternehmen sei denkbar, sagte Rüttgers.
General Motors hatte angekündigt, weltweit 47.000 Mitarbeiter abbauen zu wollen, davon 26.000 außerhalb der USA. Insgesamt würden ferner bis zu 30 Milliarden US-Dollar an Staatshilfen benötigt.
(apa/red)

