Sonntag, 1. März 2009

HALBHERZIGE REFORM IST NICHT GENUG

  • NEWS.at über den neuen ÖFB unter Leo Windtner

Schon vor der Wahl von Leo Windtner zum Präsidenten des ÖFB stand eines bereits fest. Die Strukturreform, die den Österreichischen Fußball-Bund moderner hätte machen sollen, ist nicht mehr als ein Reförmchen.

Eine strikte Trennung zwischen Profi- und Amateursport ist weiter nicht gegeben. Und im neuen ÖFB-Direktorium (einem sechsköpfigen Führungsgremium bestehend aus vier Personen aus dem Amateurfußball und zwei aus dem Profibereich) befindet sich die Bundesliga weiter in Unterzahl. Doch genau in diesem Gremium werden die wirklich wichtigen Entscheidungen getroffen und genau dort müssen Fachleute sitzen und keine (greisen) Funktionäre.

Die durch Friedrich Sticklers Rücktritt losgelöste Debatte über Strukturschwächen und Reformen ist leider auf halbem Weg stecken geblieben. Den ÖFB-Granden hat der Mut und der Wille zum ganz großen Schnitt gefehlt. Denn niemand reformiert sich selbst gern ins Aus.

(Kommentar von Gernot Ebner)

1.3.2009 10:47